(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Digital Detox – Das neue Geräusch
Das neue Geräusch in einer drückend heißen Sommernacht Mitte August des Jahres 2025 war dem Zirpen einer adulten und geschlechtsreifen Grille geschuldet, deren Anschauung darin bestand der holden Weiblichkeit zur fortgeschrittener Stunde ihre Motive zu vermitteln. Anfangs hielt ich die ständig wiederkehrende ›Melodie‹ für störend, schlief nichtsdestotrotz dabei ein und wachte kurze Zeit darauf erneut damit auf. Mein Polo-Shirt war aufgrund der drückenden Schwüle im Nackenbereich bis zum Kragenansatz von meinem eigenen aus-/abgesonderten Schweiß klatschnass – and the night was still young. Ein Blick auf die Wanduhr offenbarte mir nicht nur die Uhrzeit – es war 20 nach 1 –, sondern gleichfalls die Tatsache, dass mein Abdriften in die andere Form der Realität, zumindest dessen (gescheiterter) Versuch, nicht lange währte. Das potente Insekt kannte weder mich noch meine Probleme mit ihm. Sein ›Flirt-Konzert‹ sollte ungemein länger andauern und streckenweise deutlich an Intensität zunehmen, wie ich später feststellen musste. Unberührt davon entschied ich mich, meinen Schlafplatz von einem Zweisitzer-Sofa auf eine Matratze auf dem Boden zu verlegen. Rasch wurde mir jedoch klar, dass das ein teures Unterfangen werden könnte, eines, welches mir am nächsten Morgen, und weit in den Tag hinein, ein körperliches Unbehagen abverlangen würde. Die Matratze war für den harten Boden zu dünn für einen Menschen wie mich, der sich durch Annehmlichkeiten der zivilisierten Welt verweichlichen ließ. Es bedurfte einer anderen Lösung, wollte ich nicht mit Gliederschmerzen aufwachen und die Hälfte eines Tages mit selbigen zubringen.

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Digital Detox – Die Vorrede
Digital Detox – eine elektronische Entgiftung sozusagen – schien mir (im vergangenen Jahr) derb überfällig. Mein letzter bewusster Verzicht auf Medien, Internet und alles Drumherum lag lange zurück, in Zeiten, als es den Begriff zwar schon gab, dieser aber noch keinen geltungsbedürftigen Stellenwert bei der breiten Masse (insbesondere der jüngeren Bevölkerung) hierzulande einnahm. Ich nannte es damals schlicht und ergreifend ›Medienfasten‹. Zugegebenermaßen war das etwas gänzlich anderes, ohne an der Stelle näher darauf einzugehen. Nur insoweit sei gesagt: Einst, 2015, stand die Ergründung der eigenen Inspiration primär im Vordergrund, und natürlich die vorherige Erweckung jener. Bereits 3 Jahre früher (anno 2012) unternahm ich einen ersten Angriff, doch hier ging es eher um das ›Ausnullen‹ in Bezug auf musikalische Unterhaltung. Weitere Betätigungen vor 2012 hatte ich nie dokumentiert, es schien mir ohnehin nicht nötig und das Hobby des Bloggens lag meilenweit entfernt von mir. So gesehen, summa summarum, war das im Grunde mein allererster Digital Detox, der zwar kurz weilte, es allerdings in sich hatte. Sozialer Kontakt nach außen war limitiert, ich will fast sagen, gänzlich absent. Keine Freundschaftsbesuche oder ähnliches, nahezu null Aktivitäten mit der Welt an sich. Einfach Ruhe für ein Wochenende und ein wenig darüber hinaus. Und um es vorzugreifen – without spoilers: Es war wunderbar. Exakt in der Art fühlte sich das Leben in meiner Jugend – vor mehr als 3 Dekaden! – an.

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