(-;-) GzN

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Tag 5059 - Vernunft
Der Goethe Portugals* schrieb in den 30er Jahren des letzten Jahrtausends einmal etwas von einer Herberge zur Vernunft. Sie läge auf halber Strecke zwischen dem Glauben und der Kritik. Mit der Vernunft an sich implizierte er, vielmehr sein Heteronym, den Glauben an ein Etwas, welches man ohne Glauben verstehen könne. Verstehen setzt allerdings voraus, dass da irgendetwas ist, dass man verstehen könne. Wer also unfähig ist dieses Etwas zu verstehen, wird nicht befähigt sein zu glauben, und wer keinen Glauben hat, der wird zur großen Zahl derer gezählt werden, die ihr Leben unvernünftig verdingten. Das Leben, so stand es in seinem posthum veröffentlichten Werk, sei ohnehin mit einer Herberge zu vergleichen; wie man das wahrnimmt, bleibt einem Jeden selbst überlassen. Die Blitze der Vernunft sind jedoch deutlich heller als die Finsternis des Lebens. Es ist vernünftiger die Emotionen dem Denken unterzuordnen, denn so wird das Leben fühlbarer.