Um es vorwegzunehmen: Er ist wieder da, seit dem [vor-]vorgestrigen Spätvormittag; konkret kam er - der Lux - zurück am sechsten Tag der (jüdischen) Woche, an Yom ShiShi, noch ehe die Sonne im Zenit stand [abendländisch: Freitag], rund sechs Stunden vor Beginn des Sabbattages [Sonnenuntergang]. Vor dem Einbruch der Dunkelheit widmete ich mir seiner Gestalt inklusive dem inneren Wesen an und war rundum zufrieden, ohne jetzt ins Detail zu gehen. "Die Liebe nutzt sich ab, wenn man sich nicht um sie kümmert",* sagten weder T'Sally noch ich, es war ein - ins Deutsche synchronisierter - Engel, der es mir schon vor langer Zeit mittig ins linke Ohr flüsterte, als ich geistig (mit dem rechten) nicht mehr ganz wach schien. Ich wollte es unlängst mal zitieren, ließ aber stets davon ab, weil Deutschsprachige damit meist den Kampf in Verbindung bringen, um etwas, das droht verloren zu gehen; ich finde diese Umschreibung beileibe grotesk, im Sinne des Wortes: unsinnig oder gar derart übertrieben couragiert, dass es nicht mal den Anspruch einer Verwegenheit erfüllt. Kurzum: Es ist allegorisch abscheulich, mit unvernünftigen Tendenzen.
"Die Liebe ist noch da. Lassen Sie die Welt wieder von ihr hören." Dies hatte ich kürzlich von einem Engel auf dem Highway to Heaven erfahren. Unmittelbar füllte ich mich angesprochen, sogar in dem Sinne dieser "Sie" zu sein, der wieder von "ihr", der Liebe, erzählen könnte - nein sollte -, die doch weiterhin existent ist, oder eben deswegen. Liebe ist unvergänglich. Das war auch im Prinzip die Kernbotschaft jener Episode, und für die Interessierten verlinke ich sie nachstehend*. Die allermeisten Engel-auf-Erden-Geschichten, das will ich subjektiv anmerken, spielen mit "schicksalhaften" Begegnungen und bieten am Schluss - was wirklich sehr schön ist - etwas Rührseliges an, dass den Betrachter auf eine gewisse Weise glücklich macht, für den Moment, manches Mal auch nachhaltiger und mit getriebenen Tränen in den Augen. Michael Landon war nicht nur ein großartiger Schauspieler, sondern auch ein herausragender, neudeutsch formuliert, Storyteller. Ein großer Geist, dessen Platz unter den Engelswesen schon fest reserviert ist seit dem Zeitpunkt als er - für meinen Geschmack - deutlich zu früh den physischen Körper aufgegeben hatte.