(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Dreißig auf Sieben – Teil 12

Zurück zu den Basics. Zurück zum Verkehr. Wenn schon nichts am Fenster um 30 auf 7 passiert, dann mache ich etwas passierend. Basic, genauer gesagt GW-BASIC, war mein erster Berührungspunkt mit Programmierungen, mit einer Sprache, die Dinge durch die eignen Eingaben erschaffen konnte.
Meine Spielgegenstände waren diesmal [= heute] nicht ein Computer, ein Bildschirm und eine Tastatur, sondern ein Stift und ein Blatt Papier. Das Fenster war der Monitor, hinter dem man hindurchsehen konnte. Am Anfang dachte ich, die Scheibe hätte einen Riss, doch es stellte sich nur als ein wenig Dreck heraus, der vielleicht durch die zeitweise unwetterähnlichen Umstände über den Tag hinweg entstand. Ich nahm ein Stück Küchenrolle und entfernte den Schmutz. Hernach konnte es losgehen.
Dreißig auf Sieben – Teil 5
18:29 Uhr. Ich öffne das Fenster. Ich habe Durst. Auf dem Fensterbrett steht eine kürzlich angebrochene Flasche mit Apfel-Kirschsaft. Ich greife nach ihr, drehe den Verschluss auf und schütte einen Teil des Inhalts in ein kleineres Gefäß aus Plastik, in dem mal ursprünglich ein Smoothie [oder so] drin war. Das kleine Teil begleitet mich schon mindestens seit dem 6. Februar 2019, eher früher. Ich mache das am Haltbarkeitsdatum fest, das immer noch auf dem abschraubbaren Deckel klebt, obwohl ich das Behältnis bereits viele Male gewaschen habe. Heute trank ich aus ihr Orangensaft. Ein wenig ist noch drin. Zusammen mit dem Getränk aus Apfel und Kirsch ergibt sich eine sonderbare Farbe. Im Kühlregal eines Supermarkts würde das Ding wohl zum Ladenhüter. Dinge, die nicht schön ausschauen, konsumiert man ungern, gleiches gilt für das Essen.
Das offene Fenster zur Straße – Teil 7
Poesie kann ich nicht, aber die Prosa habe ich noch nicht ganz aufgegeben. ›Wir‹ arbeiten täglich schwer miteinander und entfernen uns dabei voneinander.

Heute wollte ich was erzählen von dem roten Apfel, der auf dem grünen Rasen liegt. Doch dann kam der graue Mann am Morgen und hat ihn weggeräumt, noch ehe er die Büsche goss. In 10 Jahren bin ich vermutlich so grau wie er, sofern ich dann noch Haare auf dem Haupte trage, wenn ich noch lebe ...