Reflexion ist wichtig, vor allem nach einem anstrengenden oder aufreibenden Tag. Bei der Aufarbeitung helfen Träume, unterbewusst wenn man sie, passiv oder aktiv, primär träumt, bewusst wenn man ihnen nachhängt. Ich schätze jeden Menschen, der seine Träume mit mir teilt oder zugesteht, dass er sie teilweise für ernst nimmt oder sogar ernster als reale Erlebnisse. Was ich nicht schätze ist das, als gesellschaftlich legitimierte und als gesund geltende, Verlangen sie, die Träume, zu bewerten - landläufig: sie zu deuten -, und zwar möglichst und leider, leider am besten sofort nach dem Erwachen, spätestens vor dem nächsten Traum. Mir erscheint so ein Vorgehen skurril, subversiv und a fortiori birgt es exponentielle Gefahren zu surrealen Gedankenzügen.
