(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Lux lebt - Teil 6

Um es vorwegzunehmen: Er ist wieder da, seit dem [vor-]vorgestrigen Spätvormittag; konkret kam er - der Lux - zurück am sechsten Tag der (jüdischen) Woche, an Yom ShiShi, noch ehe die Sonne im Zenit stand [abendländisch: Freitag], rund sechs Stunden vor Beginn des Sabbattages [Sonnenuntergang]. Vor dem Einbruch der Dunkelheit widmete ich mir seiner Gestalt inklusive dem inneren Wesen an und war rundum zufrieden, ohne jetzt ins Detail zu gehen. "Die Liebe nutzt sich ab, wenn man sich nicht um sie kümmert",* sagten weder T'Sally noch ich, es war ein - ins Deutsche synchronisierter - Engel, der es mir schon vor langer Zeit mittig ins linke Ohr flüsterte, als ich geistig (mit dem rechten) nicht mehr ganz wach schien. Ich wollte es unlängst mal zitieren, ließ aber stets davon ab, weil Deutschsprachige damit meist den Kampf in Verbindung bringen, um etwas, das droht verloren zu gehen; ich finde diese Umschreibung beileibe grotesk, im Sinne des Wortes: unsinnig oder gar derart übertrieben couragiert, dass es nicht mal den Anspruch einer Verwegenheit erfüllt. Kurzum: Es ist allegorisch abscheulich, mit unvernünftigen Tendenzen.
Lux lebt - Teil 5

Jeden Abend, oder vielmehr jede Nacht, schaue ich aus meinem Fenster im ersten Geschoss hinunter zur Straße die gen Norden ins Nirgendwo führt, betrachtet man es getreu der wegweisenden himmlischen Richtungen und bezieht es lediglich auf die vierrädigen Kraftfahrzeuge, welche Energie sie auch immer antreibt. Würden jene Karossen von einem emulierenden Kompass eines Wischkäsdlas* mit Magnetsensoren - zeigend auf den sogenannten geographischen Nordpol - geleitet werden, wäre die "Endstation Baum" eine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit höchst anzumutende Folge (sic!), eine Endfolge sozusagen. Mit einfacheren, erklärenderen Worten: Mit dem "Nirgendwo im Norden" meinte ich einen Wald (namentlich: Zückshuter Forst) - die natürliche Barriere eines sich der Ordnung gemäß verhaltenden Verkehrsteilnehmers ohne legitimierte Zufahrtsberechtigung.
Lux lebt - Teil 4
Wer mich fragt "Wie hast du die Liebe gefunden?", dem entgegne ich:
"Ich habe nicht die Liebe gefunden. Sie war niemals verloren.
Ich war es, ich war verloren, und sie hat mich gefunden."
Diese Antwort kann sicherlich in geringfügig abgewandelter Form für einiges herhalten und mitunter auch für Sprengstoff in einer Konversation sorgen. Bevor man es allerdings versucht als ein verändert Nachgeahmtes anzuwenden, sollte man sich darüber vielleicht eingehendere, und vor allem, eigene Gedanken machen. Es ist immer gut, wenn man gewappnet mit leichtherzigen Antworten für, auf oder zu schwerwiegende Fragen ist oder wäre, die irgendein geistlos-brabbelndes Wesen ohne den Drang des selbstkritischen Reflektierens (an einem schönen Sonnentag mal so einfach - mir nichts, dir nichts - in den Raum) stellen könnte. Bei einer derart umständlichen Ausformulierung klingt diese Annahme zwar in erster Instanz abwegig, dennoch deutet  die Praxis bedauerlicherweise tendenziell zum Gegenteiligen hin. Der abgekürzte, aphoristisch-anmutende Merksatz, der die These untermauert, könnte lauten: "An jedem Tag steht ein Idiot auf." Und der aufmunternde Nachsatz (in Form eines offenen Appells) wäre: "Begegne ihm in Liebe!" Denn: Lediglich in der Zeiten Moses kam der Berg noch zum Propheten, und trotzdem musste bereits damals der Prophet den Berg besteigen. 
Lux lebt - Teil 3

"Die Waffen für eure Hände habt ihr bereits. Macht den Stein zu der Waffe eures Geistes. Denn ein Stein hat kein Gewissen und kein Herz, keine Hoffnung und keine Furcht."*

Wer ein in sich geschlossenes Weltbild hat, braucht keine Steine mehr studieren; es schadet ihm jedoch nicht(s), wenn er es tut. Man könnte aber auch sagen: "Habt keine Furcht! Ohne eure Furcht können sie nicht existieren"*. Das eingängige Zitat stammte vom Hercules-Darsteller Kevin Sorbo, das letzte von Robert Trebor, der im zweiten Herkules-Film anno 1994 die Figur des Waylin spielte. Waylin - und das ist wahrlich interessant - war ein Sklave unter dem Regiment einer Witwe, der sich selbst aus der Gefangenschaft befreite, um am Ende des Streifens wieder zu einem Posten gebracht zu werden, der - wenn auch trojanisch - gleichfalls von einem femininen Wesen im herrschaftlichen Autoritarismus geführt wurde [Einschub: interpretative Spekulation]... aber lassen wir das, es führt (hier) zu nichts. 
Lux lebt - Teil 2

Verstand und Herz kann erobert werden, doch wenn der Körper von Fremdwesen beherrscht wird (...), fällt es womöglich unter dem Kritikpunkt der Eigenverantwortung? Ich frage am Ende der Eingangsaussage bewusst, denn ich glaube hier irrte ich mich soeben gewaltig. Insbesondere deswegen, da man bekanntlich unter der Eigenverantwortung die Verpflichtung des Einzelnen versteht, für die Folgen des eigenen Handelns selbst einzustehen. Just hier, und leider, beginnt der soratische Kreis sich zu drehen, der alle Gedanken so sehr zerstreut, dass es dem Individuum unmöglich macht sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, weil der Fokus hernach woanders begraben liegt, womöglich nicht mehr auffindbar, verschollen, für immer und...
Lux lebt - Teil 1
"Die Liebe ist noch da. Lassen Sie die Welt wieder von ihr hören." Dies hatte ich kürzlich von einem Engel auf dem Highway to Heaven erfahren. Unmittelbar füllte ich mich angesprochen, sogar in dem Sinne dieser "Sie" zu sein, der wieder von "ihr", der Liebe, erzählen könnte - nein sollte -, die doch weiterhin existent ist, oder eben deswegen. Liebe ist unvergänglich. Das war auch im Prinzip die Kernbotschaft jener Episode, und für die Interessierten verlinke ich sie nachstehend*. Die allermeisten Engel-auf-Erden-Geschichten, das will ich subjektiv anmerken, spielen mit "schicksalhaften" Begegnungen und bieten am Schluss - was wirklich sehr schön ist - etwas Rührseliges an, dass den Betrachter auf eine gewisse Weise glücklich macht, für den Moment, manches Mal auch nachhaltiger und mit getriebenen Tränen in den Augen. Michael Landon war nicht nur ein großartiger Schauspieler, sondern auch ein herausragender, neudeutsch formuliert, Storyteller. Ein großer Geist, dessen Platz unter den Engelswesen schon fest reserviert ist seit dem Zeitpunkt als er - für meinen Geschmack - deutlich zu früh den physischen Körper aufgegeben hatte.      
Vom Mädesüß und Himbeerstrauch, Teil 5

"... schwarz, gräulich, weiß, transparent und kaum farblose Bilder..." war nach dem "aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet" ein Motto des Weblogs, wobei hier ein Freud'sche Versprecher greift, denn mit "kaum farblos" meinte und meine ich weiterhin "kaum farbig", also Bilder ohne Farbe. Freud an sich war ja schließlich auch der Rucksatzträger der Anfänge dieser Webpräsenz, frei nach dieser Verschwurbelung:

"<<| »Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.« <|> s i n n g e r e c h t | s i n n v e r k e h r t <|> »Die Stimme der Vernunft ist leise.« (S. Freud) |>> "
Vom Mädesüß und Himbeerstrauch, Teil 4

Heute bei der Stippvisite am östlichen Teil des Schlachtfelds kamen gar sonderliche Gedanken in mir hoch, die sich in einer jugendlichen Metapher fassen können - Vorsicht! Ich wiederhole meine laut geäußerten Gedanken jetzt vorbehaltlos: "Das ist ja schlimmer als Hitler!" Das sind fremde Worte, die ich mir so nie zusammenreimte und lediglich mal aufschnappte und in dem damaligen Moment, bei der ersten und einzigen Hingabe, als frisch und erheiternd empfand. Doch ehe das sprunghaft kommende Amüsement meinerseits seine Vollendung in zuckenden Mundwinkeln seinerzeit fand, setze die Beherrschung ein, die mir klar machte, dass das eben Gehörte zwar durchaus, und bei aller Oberflächlichkeit, einen gewissen Schmunzeleffekt bewirkte, dennoch in seiner Gesamtheit zutiefst widerlich erscheint. Nicht unbedingt der Worte wegen, sondern der Gesinnung, die man dahinter vermuten kann. Der jugendliche Sprachstilismus kann eine Metaebene erreichen, zu der ein Erwachsener nie fähig wäre, gerade weil er vielleicht ein wenig mehr Tiefgang besitzt. Man spürt so dann den faden Beigeschmack, den die Geschichte mit sich bringt, die man vielleicht etwas eindrücklicher kennt, als das junge Gegenüber. Die Folge ist dieses Ekelgefühl, das sich breit macht und sich festsetzt. Mit anderen Worten: Als ich das Ausmaß der Zerstörungsgefühllosigkeit zwischen Himbeerstrauch und Mädesüß in seiner Gesamtheit aus der Ferne erkannte, musste ich mir eingestehen, dass dieser Satz mehr Gefühl mit sich bringt als alles Dargeboten. 

["Bitte diese Feststellung nochmals überdenken", so lautete eine Randnotiz für mich während des Aufsprechens in das Diktiergerät. Danach folgte eine lange Phase der Stille, ehe ich wie folgt fortsetzte:] 
Vom Mädesüß und Himbeerstrauch, Teil 3

Es gibt das Klischee, dass die arbeitenden Bevölkerung - malochend in einer Wohlstands-5-Tages-Woche -, dazu neigt, den Montag nach einem ereignisreichen oder eher ausgefüllten Wochenende zu verdammen. Pfeifend schleicht sich der in Lohn/Gehalt und Brot stehende Unselbstständige mit dem Liedlein "Tell me why I don't like Mondays" zum Ort des Schaffens, was auch immer er schafft und welchem Klischee er sich dabei auch immer bedient, es ist das kitschigste aller, das überhaupt nichts mit Kunst - mit Lebenskunst! - zu tun hat. Kundera (-, Milan -) schrieb zum Kitsch mal, das er - der Kitsch - die absolute Vereinigung der Scheiße ist, im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne. Er benennt im Zusammenhang die Verkennung des ursprünglichen Wortsinns, wonach der Begriff Kitsch in seiner metaphysischen Bedeutung verwischt wurde. Den Wortlaut bekomme ich auswendig nicht hin, aber es stammt aus seinem - meiner "Meinung" nach - besten Werk, dem einzige, das ich auch kenne: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins*.
[* Carl Hanser Verlag, 1984. Buch-Nr. 100106, Seite 326 ff.] 
Vom Mädesüß und Himbeerstrauch, Teil 2

Genauigkeit liegt mir nur dann, wenn ein Spleen, den ich selbst entwickelt habe, mir es vorschreibt. Ich kann es daher nur meiner mir eigens einverleibten Oberflächlichkeit zuschreiben, wenn ich Dinge nicht finde. Mir liegt das abstrakte Suchen nicht, ich tue es lieber intuitiv. Instinkte habe ich dafür nicht, aber ein Etwas mit mir, das mir den Weg zeigt. Oft höre ich aufgrund meines Stur(un)sinns nicht darauf, darf mich wenige oder längere Zeit später - je nach Hartnäckigkeit - in dieser Gemeinsamkeit wiederfinden, was auch gut und wichtig so ist, wäre ich doch sonst auf mich gelassen verlassen, hoffnungslos quälend, herumirrend in meiner eigenen Destruktion. Diese zerstörerische Kraft, die gar keine Kraft hat, gäbe es überhaupt nicht, wäre da nicht die Macht der Konstruktivität. Oder anders - und gleichsam wohl analogisch konkret - formuliert: Licht wirft keinen Schatten*.
[*Anmerkung: Ein Buch von Armin Risi (Link)]
Vom Mädesüß und Himbeerstrauch, Teil 1
Es gibt Gedanken und Geschichten und Dinge, die Menschen für sich behalten. Geheimnisse wäre ein umschreibender Begriff, der es nicht gut beschreibt, denn es muss schon viel sein, was man für sich behält, um daraus etwas zu basteln, das man einer neu ausgerufenen Krankheit mit illustren Namen zuschreibt. Ich schreibe das alles nicht, denn so etwas darf man nicht schreiben, man muss es sprechen. Meine treibenden Nicht-Wort-Gedanken driften dabei nicht zu wirklich ungewöhnlichen Schauspielen, die niemals nie jemand wissen darf, aus welchen Gründen auch immer. Es geht mir mehr oder weniger oder gänzlich nur um Banalitäten, die jeder mit sich herumschleppt und die - weil niemals nach außen getragen - einen gewissen Anspruch an Trivialität mit sich bringen. Ich denke an solche Sachen, die selbst bei den besten monogamen Beziehungsgeflechten und in den stillsten Momenten für bspw. ein gelungenes Betthupferl an den Lebensteiler getragen werden.
[Für die LeserInnen: Denkpause.]
Gewinnspiel
Ungesprochenes 

Groschenhefdla zwecks Nachhaltigkeit‹ [GzN] - unter diesem Kredo bin ich just bei einer Reihe von Druckveröffentlichungen aus diesem Blog.
Mehr Infos hier: www.blog.adelhaid.de. 

Teil 1 und der Teil 2 sind schon erschienen, Teil #3 folgt in Kürze.

Weil es beim ersten Teil einige Fehldrucke gab (siehe Link oben), die mir versehentlich zugeschickt wurden (erst heute wieder), verschenke ich aus diesem Anlass 6 jener ›Mini-Bücher‹ des ersten Teils (mit dem Titel ›Hundekot‹) aus der Reihe samt Widmung und dergleichen an die ersten KommentiererInnen hier im Blog.  

Einfach da drauf klicken 
+ im neu geöffneten Fenster einen Kommi hinterlassen. 

Viel Erfolg!
Der Doppel-Happs - Teil 3

Es gab einen Hund, es gab ihn ja, weil er jetzt schon lange tot ist. Ich habe seinen Namen vergessen, ich nenne ihn einfach Charlie. Ich glaube so oder so ähnlich hieß er auch.
Es war ein kleiner, kastrierter Rüde, ein Senfhund mit goldenem Fell. Ich stellte mir immer vor, wenn man einen kleinen Golden Retriever und einen Malteser nimmt, bekommt man Charlie dabei heraus. Vielleicht war er auch ein Rassehund, und so langsam glaube ich auch, dass sein Name gar nicht Charlie war, trotzdem bleibe ich dabei.
Sein Frauchen war seinerzeit mindestens doppelt so alt wie ich, stets gut gekleidet und sehr nett. Die Revers mochte Frauchen und Charlie mochte die Revers. Vor allem wenn sie läufig war, obgleich er nur noch mit Luft spritzte. 
Revers und die Rändelung waren im Moment des Aufeinandertreffens an einem langgezogenen "Abenteuer"-Spielplatz weiterhin mit der blauen Leine zu Gange - und zu jenem Zeitpunkt mit sehr gutem Fortschritt. Der Winter meinte es in diesem Jahr gut mit der Natur, der Schnee lag flächendeckend, und auch der Ort meinte es gut mit uns. Es war kaum etwas los, der Spielplatz war in jener Jahreszeit, so kurz vor der Dämmerung, unbesucht. Und in absehbarer Entfernung war auch kein anderes Menschenwesen zu erkennen.
Geistige Lesestunde Minimalistik
Anstelle dem Griff nach einem Buch und dem Lesen darin, lese ich heute mal aus mir selbst vor - und zwar aus meinem Gedächtnis.
Wohl aufgrund dem gedachten Wunsche einer - für mich klaren - Person, die eigentlich ein Sachgegenstand nach dem Gesetze ist: Adelhaid, meinem getreuen Labrador Retriver Marke Dual Purpose und in der Ausstattungsfarbe aschblond.

Und obgleich es schon eine Woche auf den Tag genau her ist, ist es jetzt erst nach einer Woche mir bewusst geworden bzw. vielmehr konnte es mir bewusst werden: ich bin aktuell der Verfall eines minimalistischen Prinzipes in Zusammenhang mit meiner Hausgemeinschaft verfallen.
Warum jetzt erst die Erkenntnis kam, ist mir nun auch klar. Denn wenn man Kopfschmerzen mit den Hippocampus und dem limbischen System in Zusammenhang mit Emotionen bringt, würde ich sagen, ich verarbeitete in den letzten Tagen die Abwesenheit eines "Mitglieds". Aber auch das hat positive Effekte: kein Alkohol, wenig Zigaretten, viel Schlaf ;-)
Kurz beschwingt
Ein kurzer, vielleicht unnötiger, aber offensichtlich veröffentlichter Logbucheintrag bei heiterem Gemüte.
Denn ich befinde mich selbst heute als beflügelt und wirklich guter Dinge. Die Schwingung persönlich gut, womöglich zu spirituell gesehen. Drollig ists zumindest, dass ich das ganze nicht ausnutze, aber davon koste in dem Sinne darin einfach aufzugehen.
Der Nutzfaktor wäre wesentlich weitreichender womöglich, beispielsweise durch einen literarischen Erguss meiner Höhenflüge auf mentaler und geistiger Ebene.

Wer meint, dieser Blogeintrag genüge, dem muss ich enttäuschend widersprechen, weil in meinen Augen der GzN-Blog niemals nie an das Format des Blogs zu meiner HP herankommen wird. So sind die paar gesprochenen Wörtlein aufs Band quasi eine notdürftige Qual.
Da wird einem richtig schlecht bei der Kälte
Ich liebe es wenn Tiere nachdenken, sowie auch ich es gelegentlich als habitueller Bipede tue.
In dem Fall gehts aber um den Quatschikopf [Selma], der gleichsam auch der Hund in meinem Bestand ist, der eigentlich weniger Unterwolle aufzuweisen hat als ihre Blondinnenfreundin [Adelhaid]. Und trotzdem glaube ich, dass sie die Kälte mehr "liebt", zumindest macht es für mich den Anschein, dass es ihr weitaus weniger ausmacht.

Ein guter Indikator für grausamen Temperaturen im 2stelligen Minusbereich ist dagegen die erwähnte Blonde. Sie zeigt mir die Kälte mit ihren Hinterläufen gut an. Und zwar immer dann, wenn wir von der Wiese auf den geteerten Bürgersteig wechseln. Da wird dann oft hilfsbedürftig gehinkt auf 3 Beinen, ab und an auch mal verweilt und selbst geprüft, warum es an den Ballen so kalt ist. Meist prüfe ich dann auch noch mal selbst, mehr oder weniger halbherzig, weil ich ihr damit nur symbolisch versichern will, dass alles ist bester Ordnung ist.
Doch nicht nur scheinbar ist der Teerweg kälter. Sagen kann ichs aber nicht definitiv, weil mir noch nie der Gedanke kam ohne Fußbekleidung im Winter das Haus zu verlassen.
Ob diese Defizit an der Zucht liegt oder an sonstigen Umständen - z. B. der Ballenfarben -, kann ich nicht sagen. Gemerkt habe ich es nur bei drei der vielen Hunde, die ich schon durch winterliche Landschaften geführt habe. Wobei die anderen zwei pudel-ähnliche Fellbeschaffenheiten hatten, was zu Schneeanhäufungen an den Pfotenhaaren führte.
Bestätigt wurde mir das Hinken auf Asphalt auf der anderen Seite von vielen bekannten Hundehaltern, die eine Gemeinsamkeit hatten: nämlich keine. Es handelte sich nicht um eine Rasse- oder Senfhundekrankheit im weiteren Sinne. Die Fragezeichen stehen also nach wie vor über meinen Kopf.
7 Minuten zählt noch der Januar
So lange werde ich aber nicht brauchen, um meine Gedanken für heute festzuhalten.

7 Minuten! Noch genau 7 Minuten zählt der letzte Tag des ersten Monats.

[aufgesprochen am 31. Januar 2013]

Und gar herrlich zeigt er sich in seinen letzten Zügen im kalten Januar. Ein freier, klarer Himmel, kaum Wolken dort, aber der Vollmond und gut zu sehende Sterne.
Selbst das beleuchtete, recht tief fliegende mechanische Vögelchen erschaffen von Menschenhand, dessen Bäuchlein ich soeben von unten betrachten durfte - ja es ging auf in diese doch recht besinnliche Nachtstimmung. Gewöhnliche schenke ich dem keine große Aufmerksamkeit, doch es war nicht falsch just in dem Moment.
Wär ich ein Bewunderer solcher Objekte, würd ich davon schwelgen in Fürbitten der mir eigens zugedachten Augenweide. Ein eleganter Bogen gen Südwesten mit festen Ziel des Steuermanns und Kurs zum Sinkflug auf den nur unweit entfernten Kleinflughafen. Atemberaubende Schönheit ... oder doch eher: schön und erschreckend zugleich?