(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Beer Walks – Ein Weswegen mit Ausrufezeichen
27. November 2025, 23:36 Uhr

13,1–9! 26–29? Jesaja again! Fehlanzeige. Das ist ein Scherz – ein schlechter! Ich mutiere zum Verschwörungstheoretiker, um meiner Mutmaßung willens dahinter eine Methode zu bestärken und vertuschend meines unredlichen Wetteinsatzes. Nein! Natürlich nicht. Ich gebe sogar offen zu: Ich bin wohl zu blöd, um es zu verstehen und rotiere mit meinen Gedanken.
  Wer kennt Asaf [bzw. Asaph]? Den Gesangsmeister von David. Den Levit aus dem Hause der Gerschoniter. Den Tempelsänger. Mehr oder weniger. Asaf werden traditionell so einige Psalmen – die meisten am Stück! – nachgesagt, die mir angebotene #81 vermutlich wegen der Erwähnung eines alten Saiteninstruments namens Gittit – und nein: ein Dichter muss nicht zwangsweise musizieren oder singen können. Für exegetische Debatten bin ich allerdings zu jung; deswegen belasse ich es bei der schlichten Erwähnung und tauche nicht weiter in Gedankengebäude ein, für die ich an fremder Eingangstür anklopfen muss, damit mir Einlass gewährt wird, obwohl ich bereits auf dem Anwesen stehe. Das ist einem Halleluja würdig, oder?
Beer Walks – Ein Halleluja
26. November 2025, 23:24 Uhr

Halleluja! Die Hoffnung jubelt das, die Nacht verheißt es. Paraphrasiert und derart verkürzt, geht das Ende des zweiten Verses aus der ›BG‹ 380. Immer wenn jenes ›BG‹ aufgeführt wird, handelt es sich um ein Lied aus dem Gesangbuch der Herrnhuter Brüdergemeine aus 2007. Wer wackelt mit Bier und Handy durch die blühende Nacht? Ist das nicht der Assi, der diese beknackten Bierwanderungen macht? Das Metrum gibt den Rhythmus vor, irgendwie passend zum Selfie. So sieht es aus. Ich bin ortsbekannt, auf dem Land munkelt man schnell und verliert mit dümmlich Gereimten den Abstand zum Anstand (sic!). Nichts davon stimmt freilich – in meinem Fall zumindest, hoffe ich.
Beer Walks – Hauseigene Offenbarung
25. November 2025, 23:52 Uhr

Die schlechte Nachricht vorweg: Während dieser Wanderung habe ich keine Lichtbildaufnahme im Dunkeln angefertigt. Vielleicht sind das aber auch good news. Den englischsprachigen Chat, den gibt es allerdings – here we go:

›Did it again, a little bit earlier and a little bit longer—next time my goal will be to reach the far edge of the forest.
Anyhow, I'm going to sleep soon.‹

Wie man erahnen kann, ist das bereits die Antwort nach dem ›Beer Walk‹. Ein  zweiter Satz will noch folgen, mit dem ich enden werde. So viel zu den roten Fäden und Spoilern. Beides beherrsche ich nicht (wirklich).
Beer Walks – Ein Warum ohne Fragezeichen
24. November 2025, 23:42 Uhr

Gleiche Straße, nächste Nacht, kaum mehr Schnee vorzufinden. Neue Chat-Message, erneut in Englisch, allerdings mit deutschen Einschüben:

›I'm going for my midnight 'beer walk' ^^. Feier ich.
I should be back when you have 'Feierabend'.‹

Ich muss das nicht erklären. Der erste Satz der Nachricht war für jedermann verständlich. Und später folgt ohnehin noch ein ›Abschiedsgruß‹. Joar, genau.
Beer Walks – Licht von deinem Licht
23. November 2025, 23:18 Uhr
(Ewigkeitssonntag)

Das Datum ist klar, die Uhrzeit entnehme ich der geschossenen Lichtbildaufnahme in digitaler Form (sic!). Sie zeigt die hiesige Aussegnungshalle vor dem Friedhofsgelände [s. Abb. l.]
Davor setzte ich eine WhatsApp-Nachricht in einer Sprache aus, die nicht meine von Geburt an ist und die so ging:

›Let's get crazy. I'm going outside for a walk in the garden and for a first beer after one week without it. And after that I'm going to sleep. That's a good plan.‹
Beer Walks – Ein etwas anderes Vorwort
Der letzte Sonntag des evangelischen Kirchenjahres 2025 Anno Domini [– die Abbildung zeigt den Tag danach –] interessierte mich eigentlich nicht. Tatsächlich ist mir der sogenannte ›Ewigkeitssonntag‹, der ›Sonntag vom wiederkommenden Herrn‹ total schnuppe. Ja, und ich weiß, die Aufschreie beginnen spätestens nach dem Ende meines zweiten Satzes, zumindest von Lutheranern, die ihren ›Christkönigssonntag‹ schon (r)echt ernst nehmen. Die Katholiken dagegen fühlen sich dadurch keinesfalls gekränkt, nicht einmal angesprochen. Sie haben ja eh ihr Äquivalent namens Allerseelen, praktisch gesehen ein ›Hochfest‹, das auf Allerheiligen folgt. Cool. Zuerst gedenkt man der Heiligen, dann aller verstorbenen und gläubigen Seelen. Wonderful. Do I love it? Being brutally honest: No, I don't. To make it perfectly clear, to get it straight, let me quote myself from a blog post written in November 2019 (– denn: ich will mich nicht ständig selbst und in abgewandelter Form wiederholen müssen):
Digital Detox – Die Nachworte
Ein wenig andere Nachworte wären angebracht. Die ersten Nachrichten nach dem ›DD‹ und auf Nachfragen übersandte ich zwei lieben Frauen. (Wer außer Frauen fragt stets zuerst?) Die eine war auf Englisch, die andere in meiner Muttersprache. Um der Authentizität nachzukommen – sie zu wahren –, habe ich beide (fast) so gelassen, wie ich sie einst über einen Messenger-Dienst auf die Schnelle verfasste. Ich zitiere mich am Ende somit selbst (inklusive der Fehler).
Digital Detox – Der 2. neue Abend, Teil 3
Der Stift funktioniert wieder, ... nein! Doch nicht. Fehlanzeige. Scheibenkleister.
Und auch das neue Schreibutensil will nicht so recht seinen Dienst tun, seine mir zugewiesene Pflicht verrichten – sich mir als eine Art von Ventil dienlich zu erweisen. Vielleicht ist das ein Zeichen. Er, der Kugelschreiber, hat nun endgültig schlapp gemacht. Beide waren vom selben Hersteller und sahen sich (folglich) überaus ähnlich. Schade. Jetzt kleckse ich mit einem türkisen Kuli von einem der größten Supermarkt-Ketten in Deutschland. Der Stiftclip ist in einem rosa Farbton gehalten, der Schriftzug des Unternehmens strahlt in Gelb. Insgesamt liegt das Produkt nicht sonderlich gut in der Hand, indes habe ich auf die Schnelle leider keine abgreifbare Alternative gefunden.
Digital Detox – Der 2. neue Abend, Teil 2
Tief in mir haftet ein Trauma. Vermutlich eher ein Meer voller Traumen. Eines davon verfolgt mich mittlerweile mit Abständen – obgleich ruhiger Abschnitte dazwischen – seit über 24 Jahren. Die kurzen Momente der Stille einmal ausgelassen, waren in den bald vergangenen 2½ Dekaden alle Versuche, vor dem eigenen Schatten zu flüchten, von minderem Erfolg gekrönt, der ergo niemals dauerhaft anhielt. Kein Umstand macht es jemals möglich, der symbolischen Entität des Wesenkerns zu entfliehen.