(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Ruach HaQodesh, ›Cool-down‹
Meine Laientheologie will ich jäh zu Ende bringen. Ohne Spickzettel, völlig unvorbereitet. Alles was ich bisher erzählte, war mitunter zu wenig und doch gleichsam irgendwie zu viel, könnte ich es doch mal bereuen. Ich werde allerdings nicht ablassen von dem Gedanken zu passender Zeit mal wieder ein wenig meine Lippen zu besprenkeln, um einen erneuten "Angriff" zu fahren. Die intensive Beschäftigung, sprechend, tat mir gut, verlangte sie doch ausdrücklich nach einer Vor- und sowohl als auch einer Nachlese.
Ruach HaQodesh, ›Warm-up‹
Grüß Gott, sofern du ihn triffst. Ich bin ein Antitrinitarier, und ich darf das sein, weil wer gegen etwas ist, der muss auch für ein anderes Etwas einstehen. Ich kann nicht einfach nur ein gelbes Entchen auf einem schwarzen T-Shirt mit weißer Schrift tragen, dass in großen Lettern darunter drei Worte herauspresst, die eine Aussage vorgaukeln: ICH BIN DAGEGEN. Das kann man machen, aber auf den ersten Blick wird kein Wohlgefallen damit bekundet, für alle An-Seher und Leser, Betrachter und Erstaunte. Was alles jetzt nicht schlimm ist, selbst wenn dem nicht so wäre, und es jemanden erfreuen könnte. Es gilt die zweite Erkenntnis, die man gewinnt, wenn man fragt, gegen was das betreffende Individuum mit Hang zu - sagen wir - aussageneutralen Wortergüssen in Knappform ist. 
Práxeis Apostólōn, Teil 2
Wir wissen alle, dass zum Neuen Testament nicht nur die vier kanonischen Evangelien gehören, sondern insbesondere auch die zahlreichen Briefe. Und um gleich die Butter vom Brot zu nehmen: Ich glaube keinem Theologen, der der Anschauung ist, dass im (vorhandenen) NT pseudepigraphische Schriften enthalten sind (- und nein, es gibt keine Ausnahmen, selbst der Hebräerbrief ist indiskutabel). Meine radikale Haltung, passend zum Diskurs, fußt im Wesentlichen auf zwei Pfeilern: a) bis auf drei Briefe entstanden alle Schreiben von Paulus in "Gefangenschaft"* und b) halte ich es (beispielsweise) für unerhört, wenn man den 2. Timotheusbrief den Paulus abschreibt, das heißt der Meinung ist, er wäre nicht von ihm und erst nach seinem Tod geschrieben worden.
Práxeis Apostólōn, Teil 1
Der wirklich letzte Nachtrag zum Schawuot und meiner (Ver-)Zählweise: Das Datum 2448 a. H. stimmt. Ich habe in meiner Tabelle die Verheißung Abrahams einfach mit 105 Jahren angesetzt, was ein laienhafter Fehler ist, denn da muss 100 stehen. Daher stimmt der jüdische Kalender. Das nebensächlich und in Klammer bei Schawuot und 40plus  erwähnte [Zitat Anfang] "(streng ausgehend, was mir das Alte Testament sagt - ohne Interpretation [des NT]!)" [Zitat Ende] soll nicht ungehört bleiben. Der Einschub ist immens wichtig, denn zählt man anders, verleugnet man ein ganze Volk! Die biblische Chronologie des Alten Testaments DARF NICHT - unter keinen Umständen - mit der des Neuen Testaments verbunden werden! So eine Gangart hat mit einer Vermischung nichts mehr zu tun, sondern hat den Stellenwert einer Negierung und - ich wiederhole - einer Leugnung!
Schawuot, Nachtrag
Nachträge sind meistens erleuchtender als "Vorträge", wenn "Vorträge" Antonyme für "Nachträge" wären. Als Beispiel gilt hier, um pfingstlich zu bleiben, der Nachtrag zum Johannes-Evangelium, der doch meist zu kurz kommt. Und dennoch: Ohne diesen gäbe es wohl keinen "Kirchenvater Petrus", wenn ich das mal so ganz salopp formulieren darf. Man mag davon halten was man will, so steht es aber geschrieben. Mir persönlich, um die Notiz zu geben, hätte man auf die kleine Anekdote ruhig verzichten können. Ich sage das deswegen, weil ich es auch ohne die explizite "Wink-mit-dem-Zaunpfahl"-Erwähnung gerafft hätte. 
Schawuot und 40plus
Ich habe mal auf einem Kulturradiosender gehört, dass traditionell nur Juden männlichen Geschlechts und über 40 Jahren die Kabbala studieren dürf(t)en, im Sinne dass ihnen diese überhaupt zugänglich gemacht werden sollte. Ich habe mich damals ziemlich aufgeregt, wegen des Nachsatzes. Aber ich rege mich ohnehin oft auf, wenn ich Kulturradiosender höre, deswegen höre ich diese viel seltener als früher und versuche dagegen die Ruhe zu ertragen. Den Nachsatz erspare ich mir und jeden, nicht dass sich noch jemand aufregt. Heute ist auch gar kein Tag zum Aufregen, weil heute ist der 6. Siwan 5780 - oder: der 29. Mai 2020 [Tag der "Sprecheintrags"]
Schawuot, ›Warm-up‹
Mir erzählte mal eine Muse von einem ihrer Vorleben. Es sollte in Ägypten gewesen sein, und sie war eine Dienerin der Königin, so sagte sie es. Ich ließ sie reden und am Ende fragte sie mich, ob ich dazu auch was wüsste, so auf die Art, ob ich da auch war. Ich negierte das kurz und knapp mit kargem Wortlaut: "Kann ich nichts dazu sagen, ich war nie in Ägypten."  Das war nicht wirklich gelogen, aber es war auch nicht wirklich eine richtige Antwort. Ich wollte über düstere Trübsal schlicht und ergreifend nicht reden, vielmehr nicht darüber nachdenken, mich keinesfalls erinnern (müssen).