(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Tag 5078 - Vergelt's G'tt
Das Dankeschön schreibt sich groß, ein Dankeschön auch, aber wenn man es wünscht, schreibt man "Danke schön", wie "Vielen lieben Dank". Wäre es anders, könnte man auch "Vielenliebendank" schreiben, was schon - zugegebenermaßen -  komisch ausschaut. Wenn man fragt, ob man ein Dankeschön wünschen darf, dann schreibt man es wieder zusammen. Wenn einer es möchte und gleichzeitig tut, dann wird es wieder auseinander geschrieben. Wem das noch nicht zu kompliziert genug ist, der frage sich doch mal, wie es sich bei der Wendung "bitte schön" verhält. Da scheiden sich tatsächlich die Geister.
Tag 5077 - Verrannt
Es soll zugeständlich werden am Ende. Ich bin glücklich verwundert, dass ich gar zufällig am 11.11.2020 mit meinen Einträgen begann, am 14. MarCheshan des Jahres 5781, am 24. Tag von 29 besagten Monats, und gleichwohl 29 Tage vor Chanukka. Und genau wegen solcher Randbemerkungen will ich mal meine eigenen Interessen vernachlässigen, vor allem in diesem vorletzten Eintrag über Wörter (beginnend) mit (der Vorsilbe) "Ver". Nur ein Satz noch: Heute war der erste Tag der Woche, ein sonniger Sonntag, und morgen beginnt wieder eine Arbeitswoche, wie seltsam, aber nicht überraschend. Global wird sich daran wohl nichts ändern und keiner wird dafür auf die Straße gehen, um für die Wiedereinführung der ursprünglichen Woche zu demonstrieren. 
Tag 5076 - Verwüstung
Creatio ex nihilo, die Erschaffung aus dem Nichts, hat mit Tohuwabohu nichts zu tun und Tohuwabohu hat nichts mit Verwüstung zu schaffen. Etwas was öde oder leer ist, hat keinerlei Gemeinsinn mit einer Wüstenei, sondern eher oder vielmehr mit einer Unordnung; das Nichts war chaotisch, trotzdem war alles leer. Dies widerspricht sich kräftig und lässt nur einen einzigen Schluss zu: Der erste Satz der Bibel hat mit den zweiten nichts am Hut. Die Schaffung von Himmel(n) und Erde muss zeitlich - in einer gedachten, geraden Zeitlinie - älter eingestuft werden, als der Istzustand unseres Planeten, der im zweiten Satz verbildlicht wird.
Tag 5075 - Verschieben
Es gibt Tage oder vielmehr Nächte, da habe ich keine wirkliche Lust. Ich will nicht reden, und ich will es jetzt auch nicht, ich will in solchen Momenten rein gar nichts - nicht mal prokrastinieren, etwas auf das Morgen verschieben. Da ich aber schon angefangen habe, bringe ich die Sache zu einem Ende. Dinge zu verschieben ist nämlich etwas für Anfänger. Denn, wie ich vom Fernsehen gelernt habe (sic!), machen Prokrastinierer immer was Interessantes, sagte zumindest mal ein gewisser Arnaud Gonzague in einer kurzen TV-Abhandlung zu diesem Thema. Vor einem Jahr sah ich die Sendung auf ARTE* und habe heute schon wieder das Meiste davon vergessen, außer eben einen Spruch, der wortgetreu [in der Übersetzung] so geht/ging:
Tag 5074 - Verderben
Verderben, das. Laut Deklination: Substantiv, Neutrum. Nominativ mit dem Genus "das". War das richtig oder würde ich dafür eine eher schlechte mündliche Note bekommen? Also vom und vor dem Deutschlehrkörper am Pult, nennen wir ihn salopp Pauker. Ich meine, wenn ein Pfaffe - der, welcher den Religionsunterricht heute wohl nur noch in den allerseltensten Fällen leiten dürfte müsste -, mich etwas zum Verderben fragen würde, so könnte ich ihm frei nach der Spruchsammlung des Salomos zitieren. Vielleicht sogar korrekt, je nachdem welche Bibelübersetzung er am Start hätte.
Tag 5073 - Verlinkst
"Verlinkst" ist ein Kurzwort, eine Wortneuschöpfung, die man durchaus falsch interpretieren kann, schon alleine deswegen, weil ich "Verlinkst" gerade erfand und daher wohl Aufklärungsarbeit zu leisten habe. Am besten wir fangen bei Adam und Eva an, besser noch: nur bei Adam, denn schließlich oblag es ja ihm im Auftrag von HaSchem Dingen Namen zu geben. Und nicht nur den Dingen der Flora und Fauna, all den Tieren zu Land, in der Luft und im Wasser, et cetera pp. Obwohl, perge perge - ich sollte hier zumindest beiläufig erwähnen, dass er auch den Engeln und selbst G'tt einen Namen gab. G'tt nannte er deswegen Adonai, weil das "Herr für/von alle/s" ausdrückt, mehr oder weniger. Adon = der Herr, Adoni = mein Herr und Adonai = der Herr von allem. Es geht hier um die Aussprache. Wer das nicht glaubt, geschenkt und vergeben, schließlich hat es ja auch nichts mit "Verlinkst" zu tun.
Tag 5072 - Verschlissen
In meinen verschlissenen Hundeklamotten, also die Montur, die ich trage, wenn ich mit dem Hund herausgehe, käme ich immer - immer - an die Klagemauer. Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Der Grund ist einfach: Ich trage stets lange Hosen und eine Kopfbedeckung. Meine Aufmachung mag nicht stylisch wirken, aber sie hat keine offensichtlichen Löcher oder Schlitze. Alles, was ich an meinem Körper habe, ist auch nicht neu, aber es wird ab und an - sagen wir periodisch - gewaschen, so dass es nicht zu arg muffelt.
Tag 5071 - Verdrängen
Manches vermag nicht positiv postuliert zu werden. Ich kann verdrängen, dass dieser Eingangssatz nicht gut war, das wird aber nichts daran ändern, dass er schlecht war und auch immer schlecht sein wird. Das ist und war eine objektive Tatsachenbeschreibung meinerseits. Ich werde diese Feststellung niemals revidieren. Ein Satz, der ein an sich positiv-konnotiertes Wort verneint, es zu einem Negativen stilisiert, ist immer schlecht. Kann man vielleicht den Begriff "Verdrängen" in ein gutes Licht stellen, ohne dass dafür etwas anderes in den Hintergrund rückt?