Der vorherige Psalm (84,11) war ein versteckter Spoiler + ein vollständiger. In der (›damals heutigen‹) Tageslosung wurde er nämlich lediglich verkürzt wiedergegeben (bis zum Strichpunkt). Ich frage nicht mehr nach dem ›Warum‹ oder hauche ein ›Weshalb‹ heraus. Das Zitieren von einzelnen Psalm-Versen halte ich ohnehin für Unfug, ebenso wie Zitate aus den Spruchsammlungen oder dem Buch Prediger. Beide sind von Salomo. Beim Anfertigen seiner ›Nachrichten‹ (an seinen Sohn) in den Sprüchen war er im mittleren Alter, beim Prediger im gesetzten. Das verändert alles, insbesondere den gesamten Denkapparat. Und wenn man das nicht weiß oder es unberücksichtigt lässt bei einer Lese, dann ist das mitunter undienlich, manchmal sogar schädlich. Glücklicherweise, zu Anfang meiner Passion (für die Losungen), bewahrte mich die eigene Neugier vor Missgeschicken. Ich wollte beispielsweise nicht nur einen einzelnen Vers aus einem Psalm lesen, ich verschlang – quasi im Nachgang – den ganzen. Vielleicht sollte ich damit wieder beginnen. Nicht aber am Morgen, der Abend eignet sich besser dafür – wenn alles getan ist und Stille einkehren darf. An der Stelle brennt es (in) mir bereits (danach) ein Zwischenfazit zu ziehen, um nicht zu sagen, aus der Reflexion heraus ein endgültiges. Und doch zügle ich mich in Worten und lasse keine gesprochenen Taten folgen. Es ist zu früh. Daher geht es weiter im Takt. Mit dem obligatorischen Talk würde ich einfach mal starten.
29. November 2025, 23:42 Uhr
Keine Bierwanderung – kein Bild. Schon wieder? Wie geht das? Der Chat – leicht verkürzt – klärt (uns) wie immer auf, ...
›Later I'll go to the cinema, so around 8 pm.‹
Danach war das nächtliche Treiben noch lange nicht zu Ende, denn:
›[...] after that it's time for an ‘Absacker’ in a bar.‹
Und tatsächlich ohne Alkohol – ... – (sic!), weil:
›I won't drink. I'm driving with my car. [...] When I'm driving I'm not drinking.‹
Den Rest schenke ich mir. Ich meine, es gab Bilder, aber die sollten hier nicht einfließen. Der Abend war per se schön. Und auch in der Stadt lässt sich gut Strecke machen. Oder mit dem Psalm 84,11 [Unrev. ELB 1871] ausgedrückt:
28. November 2025, 23:35 Uhr
No beer walk—no picture. Macht Sinn. Die Losungen laufen dennoch nicht davon. Den Grund für das Aussetzen der Bierwanderung liefere ich prompt:
›Today I'm not going to make a 'beer walk'. I just dozed off for a bit.‹
Ein bierloser Tag also. Wetteinsatz ergo teilweise eingelöst. Läuft. Ja, genau. Zigaretten – scheiß drauf. Es waren bestimmt nicht so viele, wie sonst. Und es wird nur eine einzige Fluppe notwendig sein (sic!), um diese Gedanken zur Nachtruh abzuwürgen.
13,1–9! 26–29? Jesaja again! Fehlanzeige. Das ist ein Scherz – ein schlechter! Ich mutiere zum Verschwörungstheoretiker, um meiner Mutmaßung willens dahinter eine Methode zu bestärken und vertuschend meines unredlichen Wetteinsatzes. Nein! Natürlich nicht. Ich gebe sogar offen zu: Ich bin wohl zu blöd, um es zu verstehen und rotiere mit meinen Gedanken.
Wer kennt Asaf [bzw. Asaph]? Den Gesangsmeister von David. Den Levit aus dem Hause der Gerschoniter. Den Tempelsänger. Mehr oder weniger. Asaf werden traditionell so einige Psalmen – die meisten am Stück! – nachgesagt, die mir angebotene #81 vermutlich wegen der Erwähnung eines alten Saiteninstruments namens Gittit – und nein: ein Dichter muss nicht zwangsweise musizieren oder singen können. Für exegetische Debatten bin ich allerdings zu jung; deswegen belasse ich es bei der schlichten Erwähnung und tauche nicht weiter in Gedankengebäude ein, für die ich an fremder Eingangstür anklopfen muss, damit mir Einlass gewährt wird, obwohl ich bereits auf dem Anwesen stehe. Das ist einem Halleluja würdig, oder?
Halleluja! Die Hoffnung jubelt das, die Nacht verheißt es. Paraphrasiert und derart verkürzt, geht das Ende des zweiten Verses aus der ›BG‹ 380. Immer wenn jenes ›BG‹ aufgeführt wird, handelt es sich um ein Lied aus dem Gesangbuch der Herrnhuter Brüdergemeine aus 2007. Wer wackelt mit Bier und Handy durch die blühende Nacht? Ist das nicht der Assi, der diese beknackten Bierwanderungen macht? Das Metrum gibt den Rhythmus vor, irgendwie passend zum Selfie. So sieht es aus. Ich bin ortsbekannt, auf dem Land munkelt man schnell und verliert mit dümmlich Gereimten den Abstand zum Anstand (sic!). Nichts davon stimmt freilich – in meinem Fall zumindest, hoffe ich.
25. November 2025, 23:52 Uhr
Die schlechte Nachricht vorweg: Während dieser Wanderung habe ich keine Lichtbildaufnahme im Dunkeln angefertigt. Vielleicht sind das aber auch good news. Den englischsprachigen Chat, den gibt es allerdings – here we go:
›Did it again, a little bit earlier and a little bit longer—next time my goal will be to reach the far edge of the forest.
Anyhow, I'm going to sleep soon.‹
Anyhow, I'm going to sleep soon.‹
Wie man erahnen kann, ist das bereits die Antwort nach dem ›Beer Walk‹. Ein zweiter Satz will noch folgen, mit dem ich enden werde. So viel zu den roten Fäden und Spoilern. Beides beherrsche ich nicht (wirklich).
Gleiche Straße, nächste Nacht, kaum mehr Schnee vorzufinden. Neue Chat-Message, erneut in Englisch, allerdings mit deutschen Einschüben:
›I'm going for my midnight 'beer walk' ^^. Feier ich.
I should be back when you have 'Feierabend'.‹
I should be back when you have 'Feierabend'.‹
Ich muss das nicht erklären. Der erste Satz der Nachricht war für jedermann verständlich. Und später folgt ohnehin noch ein ›Abschiedsgruß‹. Joar, genau.
Das Datum ist klar, die Uhrzeit entnehme ich der geschossenen Lichtbildaufnahme in digitaler Form (sic!). Sie zeigt die hiesige Aussegnungshalle vor dem Friedhofsgelände [s. Abb. l.].
Davor setzte ich eine WhatsApp-Nachricht in einer Sprache aus, die nicht meine von Geburt an ist und die so ging:
›Let's get crazy. I'm going outside for a walk in the garden and for a first beer after one week without it. And after that I'm going to sleep. That's a good plan.‹
Der letzte Sonntag des evangelischen Kirchenjahres 2025 Anno Domini [– die Abbildung zeigt den Tag danach –] interessierte mich eigentlich nicht. Tatsächlich ist mir der sogenannte ›Ewigkeitssonntag‹, der ›Sonntag vom wiederkommenden Herrn‹ total schnuppe. Ja, und ich weiß, die Aufschreie beginnen spätestens nach dem Ende meines zweiten Satzes, zumindest von Lutheranern, die ihren ›Christkönigssonntag‹ schon (r)echt ernst nehmen. Die Katholiken dagegen fühlen sich dadurch keinesfalls gekränkt, nicht einmal angesprochen. Sie haben ja eh ihr Äquivalent namens Allerseelen, praktisch gesehen ein ›Hochfest‹, das auf Allerheiligen folgt. Cool. Zuerst gedenkt man der Heiligen, dann aller verstorbenen und gläubigen Seelen. Wonderful. Do I love it? Being brutally honest: No, I don't. To make it perfectly clear, to get it straight, let me quote myself from a blog post written in November 2019 (– denn: ich will mich nicht ständig selbst und in abgewandelter Form wiederholen müssen):
Meine letzte Erzählung aus den Worten ruht nun schon zu lange vor sich und alleine herum. Mein nach Außen zerstreut wirkender Kopf ist oftmals tatsächlich das, was er vorgibt zu sein. Es gibt nur wenige Momente in einer Stille der gesamten Existenz, wo er sich über die wirklich wichtigen Dinge eines Menschlebens und des Seins im Großen und Ganzen oder vielmehr in den kleinen Details philosophische Lautsprech- oder gar Bildergedanken machen kann. Ansonsten ruht dieser Geist, den ich in der Gesamtheit als meinen nicht ansehen will und es doch nicht leugnen kann, ... ja, er ruht, um es in den geringsten aller Wort unzutreffend auszudrücken. Selbst wenn vieles, was ich in dieses Sprechrohr puste, mit Lautsprache in Worten, irgendetwas anderes bei einem fremden Geist zum Ausdruck bringen mag, so bin ich doch beschämt über all das Triviale, das zwischen ein paar wenigen klugen Sätzen ruht. Denn auch das ruht und ist nicht mehr oder weniger Wert als ein Sein, das zu selten mit ruhendem Geist lebt. Es ist nur ein Beleg für schwammige Äußerungen gepresst in Buchstaben einer Sprache, die ebenso nichts wert ist, um für sie einzustehen. Diese Sprache kann nichts anderes als ruhen. Und so scheint es klar zu sein, warum die meisten Köpfe in einer Zerstreuung ruhen.
Immer schön am Rhein-Main-Donau-Kanal entlang, dabei darüber sinnen, wie viel Brücken die Stadt hat, in der ich lebte. Ich kam auf 18, eine davon musste ich überqueren, dann rechts rum und nach weiteren 50 Metern und einer Straßenüberquerung war ich an meinem Ziel. Ich läutete, die Türe öffnete sich ohne Gegensprechanlage, so etwas besaß das Mehrfamilienhaus nicht. Dafür eine Treppe aus Holz, bei der fast jede zweite Stufe knarzte; die Anzahl derer, die ich bis hinauf zum ersten Stockwerk erklimmen musste, kann ich nicht beziffern, denn ich nahm oft zwei, manchmal sogar drei auf einmal.
"Ich habe eine schlechte Nachricht" warf mir Olim entgegen, als ich mit einer weiteren Flasche Rotwein auf ihn zusteuerte. In knappen Worten erklärte er mir, dass unsere tiefgründige Gesprächsrunde ein jähes Ende finden müsste. Kaum den Satz beendet, schnappte er sich seine Jacke und zog hinfort. Verstört sah ich auf meine Hände. Er hatte sich im Vorbeigehen auch noch die braune Karaffe mit roter Alkoholflüssigkeit mit der Begründung "Danke, die brauche ich jetzt" gekrallt. "Lässt er mich einfach stehen, dieser Halunke."
"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei." Der werte Paracelsus. Ach ja, wenn die Götter in Weiß heute noch streng nach seiner Methodik vorgehen würden...
Der Wein war mir zuerst Inspiration, doch mit jedem Tropfen, mit jedem Schlückchen, wurde er mir im Laufe des Gesprächs immer tückischer, er und seine alkoholische Wirkung setzen meiner Denkgeschwindigkeit ordentlich zu. Doch Olim hielt mich bei Laune, verhielt es sich bei ihm genau gegenteilig. Vielleicht vertrug er auch nur mehr, gut möglich sogar.
... der klickt einfach mal hier, also dort ... weil ich unfähig bin es einzubetten.
Das ganze "Gesprechsel" werde ich jedenfalls nie hier in Text veröffentlichen, weil es zum einem von mir selbst und den an diesem Tag geschriebenen Artikel dort abgeleitet und inspiriert wurde. Was ich mir dabei gedacht habe, kann ich heute gar nicht mehr nachvolliziehen. Es geht zumindest mehr oder weniger über soziale Netzwerke, den Welttierschutztag, den Weltveganertag und natürlich Allerheiligen.
Sofern ich meinen eigenen Worte richtig folge wohl auch um Bienen und Selbstversorgung.
Das ganze "Gesprechsel" werde ich jedenfalls nie hier in Text veröffentlichen, weil es zum einem von mir selbst und den an diesem Tag geschriebenen Artikel dort abgeleitet und inspiriert wurde. Was ich mir dabei gedacht habe, kann ich heute gar nicht mehr nachvolliziehen. Es geht zumindest mehr oder weniger über soziale Netzwerke, den Welttierschutztag, den Weltveganertag und natürlich Allerheiligen.
Sofern ich meinen eigenen Worte richtig folge wohl auch um Bienen und Selbstversorgung.
Und so blieb es auch bis zum nächsten abendlichen Spaziergang. Das Blatt am Schuh rührte niemand an, kein Mensch, kein Hund.
Beim Ankleiden meines Überfußkleides war ich erstmals vorsichtig, denn keinesfalls wollte ich jetzt, dass das Blatt am Schuh in der Wohnung die Schwerkraft überwindete und auf den Bodenbelag selbiger fiel, um im weiteren Sinne der Sache von mir per Hand in die Freiheit entlassen zu werden. Nicht nach dieser so viele Stunde anhaltenden Symbiose zwischen Schuh- und Blattkleid.
Beim Ankleiden meines Überfußkleides war ich erstmals vorsichtig, denn keinesfalls wollte ich jetzt, dass das Blatt am Schuh in der Wohnung die Schwerkraft überwindete und auf den Bodenbelag selbiger fiel, um im weiteren Sinne der Sache von mir per Hand in die Freiheit entlassen zu werden. Nicht nach dieser so viele Stunde anhaltenden Symbiose zwischen Schuh- und Blattkleid.
Wie es oft so ist bei lustigen und kleinen Geschichten erfolgt ein Happy End, dass ich nicht vorenthalten will. Es ist nicht nur lustig, sondern auch bezeichnend, wenn man daraus etwas erlesen will. Meine Quintessenz vorab ist klar: diese kleine Geschichte ist bedeutungsvoller als so manch eine große ihrer Zunft, die ich mir in meinem Leben zu Gute führen durfte.
Ich hatte und ich habe mehr Vertrauen, dass das Blatt am Schuh auch das Blatt am Schuh als das der Knopf an der Hose bleibt. Denn der Knopf an der Hose ist ein solcher von einer eben Hose, die zu meiner ›Hundeauslaufausrüstung‹ zählt und die Zweitgarnitur darstellt, wenn die 1ste mal in der Wäsche ist. Dieses werte Kleidungsstück wusste wohl bereits bei dessen Kauf für 3 Euronen im NKD vor ein paar Jahren, dass es einen harten Weg mit mir zu gehen hatte, wenn man denn bedenkt, dass sich die Schöpfer des Konstrukts nicht viele Gedanken bei der Anfertigung gemacht hatten.
Und so ist der Knopf mal wieder locker geworden, und ich werde ihn wohl morgen zum wiederholten Male nachnähen, heute aber nicht mehr....
Der Titel ist mir gerade zugeflogen, spielt aber auch keine Rolle. Denn ich kann da oben hinschreiben was ich will, aber was danach folgt, kann etwas ganz anderes sein.
Alles was ich jetzt sage ist im Prinzip ver(f)logen, betrogen, nicht richtig, unwahr, verschleiert die Realität. Mit Absicht oder mit (Ge-)Wissen.
Nun ja, aber eines ist sicher: besser wissen müsste ich es, besser wissen tue ich es, und mit besseren Gewissen wäre es auch, wenn ich es sagen würde, erzählen würde, ja niederschreiben würde. Dem entgegen versteife ich mich aber erneut in und zur Philosophie, wenn ich mich heute dem Thema widme, das mich öfters mal - fast zu oft - geradezu heimsucht. Es geht um Situationen, in denen ich mich öfters mal wieder finde.
Alles was ich jetzt sage ist im Prinzip ver(f)logen, betrogen, nicht richtig, unwahr, verschleiert die Realität. Mit Absicht oder mit (Ge-)Wissen.
Nun ja, aber eines ist sicher: besser wissen müsste ich es, besser wissen tue ich es, und mit besseren Gewissen wäre es auch, wenn ich es sagen würde, erzählen würde, ja niederschreiben würde. Dem entgegen versteife ich mich aber erneut in und zur Philosophie, wenn ich mich heute dem Thema widme, das mich öfters mal - fast zu oft - geradezu heimsucht. Es geht um Situationen, in denen ich mich öfters mal wieder finde.





