(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Mein erstes Schundheft - Teil 1

...kaufte ich in einer Tankstelle, wo ich vor kurzem und lange danach (24 Jahre) zufällig mal wieder aufschlug. Ich musste nicht tanken, ich brauchte Zigaretten. Das ist meist so bei mir. Also heute, nicht damals. Damals wollte ich nur das Schundheft mit dem Häschenlogo. 
Vier Jahre später war ich vier Jahre älter und wollte keine Häschen mehr in "Fiction" sehen. Eher live erleben. Real waren mir die Damen der Zunft auch lieber. Da Bamberginnen aber nicht so attraktiv waren/sind (...), musste ich wo anders suchen. Augsburgerinnen sollten nett sein, wurde mir gesagt. Das Wochenendticket der "DB" war damals auch noch cool. Und so können Jünglinge auch für mögliche Schönheiten lange Kilometerstrecken überbrücken, die sie zu Fuß oder per Rad wohl nicht so schnell bewältigen würden.
"Pulp Fiction" konnte real werden! 
Da isser wieder
[Vorabliteratur: no state² (sollte man drüber lesen)]

Ja, die Welt ist nicht so einfach. Na ja, eigentlich die Menschheit. 1/3 von ihr glaubt an Jesus, was auch gut so ist. Doch niemand weiß so genau, wann und wo er geboren oder wann (und wo) er gestorben ist. Noch schlimmer ist, wenn man darüber fachsimpelt, wenn jeder eine andere Auffassung hat und kein gemeinsamer Nenner gefunden wird. Und die unglücklichsten Fehldeutungen werden dann in die Gedächtnisse der überwiegenden Zahl der christlichen Bevölkerung gebracht. Das sind oft meine Gedanken zum Osterfest, denn da wird es offensichtlich. Von Karfreitag bis Ostersonntag sind es einfach mal keine 3 Tage (zwischen Tod am Kreuz und Auferstehung). Wenn man es verquert sieht, vielleicht schon, aber ich scheue mich davor so zu denken, denn das kann nur Quatsch sein.
Ekelhafte Leckgebaren
[Freiwillige Selbstkontrolle der BlogleserInnengemeinschaft: ab 0 Jahre(n)]

Sie leckt gut. Sie leckt lange. Sie leckt ausdauernd. Sie leckt alles und jeden, selbst Gegenstände. Sie leckt sich sogar selbst. Sie leckt auch ihren Liebling - mehrmals am Tag. Sie fängt mit diesem Lecken an, wenn andere schlafen wollen. Sie kann alles und jeden Lecken. Ach nein, das hatte ich schon. Sie leckt auf jeden Fall überall. Jede Chance nimmt sie war. Sie leckt vor allem gerne. Ganz besonders Hände, besser gesagt: Handinnenflächen. Woher dieser Spleen kommt, kann ich nicht sagen. So eine Leckerin habe ich aber noch nie erlebt. 
Vierzehn
Wenn das B-Blog an einem Tag genauso viele Besucher hat, wie das A-Blog, dann sollte ich nicht nur ein wenig am Layout herumfeilen, sondern auch endlich mal wieder was schreiben/sprechen; was ich hiermit Ungesprochen tue. In der Tat habe ich schon einen Post seit längerer Zeit in Vorbereitung, kam aber noch nicht dazu, diesen lesbar zu vertexten. Womöglich war meine Ausdrucksweise nicht nur ungenau, sondern auch zu vulgär für den lieben IC-Recorder. Der Arbeitstitel dieses Eintrags lautet(e) zumindest...
Ab urbe condita (7)

Immer schön am Rhein-Main-Donau-Kanal entlang, dabei darüber sinnen, wie viel Brücken die Stadt hat, in der ich lebte. Ich kam auf 18, eine davon musste ich überqueren, dann rechts rum und nach weiteren 50 Metern und einer Straßenüberquerung war ich an meinem Ziel. Ich läutete, die Türe öffnete sich ohne Gegensprechanlage, so etwas besaß das Mehrfamilienhaus nicht. Dafür eine Treppe aus Holz, bei der fast jede zweite Stufe knarzte; die Anzahl derer, die ich bis hinauf zum ersten Stockwerk erklimmen musste, kann ich nicht beziffern, denn ich nahm oft zwei, manchmal sogar drei auf einmal. 
Ab urbe condita (6) - Zwischenspiel

"Ich habe eine schlechte Nachricht" 
warf mir Olim entgegen, als ich mit einer weiteren Flasche Rotwein auf ihn zusteuerte. In knappen Worten erklärte er mir, dass unsere tiefgründige Gesprächsrunde ein jähes Ende finden müsste. Kaum den Satz beendet, schnappte er sich seine Jacke und zog hinfort. Verstört sah ich auf meine Hände. Er hatte sich im Vorbeigehen auch noch die braune Karaffe mit roter Alkoholflüssigkeit mit der Begründung "Danke, die brauche ich jetzt" gekrallt. "Lässt er mich einfach stehen, dieser Halunke."
Ab urbe condita (5)

"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei."
Der werte Paracelsus. Ach ja, wenn die Götter in Weiß heute noch streng nach seiner Methodik vorgehen würden...
Der Wein war mir zuerst Inspiration, doch mit jedem Tropfen, mit jedem Schlückchen, wurde er mir im Laufe des Gesprächs immer tückischer, er und seine alkoholische Wirkung setzen meiner Denkgeschwindigkeit ordentlich zu. Doch Olim hielt mich bei Laune, verhielt es sich bei ihm genau gegenteilig. Vielleicht vertrug er auch nur mehr, gut möglich sogar. 
Ab urbe condita (4)

"Düsseldorf ist das größte Dorf"
meinte Olim. "Und Mannheim ist das größte Männerheim" entgegnete ich trocken.
Der rote Wein war eben trocken, und doch aus Frankreich, auch wenn meine Scherzentgegnung eher dem englischen Humor glich. Als das Gespräch gerade darauf hinauslief in ein belangloses Geplauder abzufallen, fiel dem werten Olim noch etwas aus dem Diskurs ein, was er nun doch noch mal Aufgreifen wollte. Offenbar ließen ihm ein paar meiner Worte nicht in sich oder im allgemeinen ruhen.
Ab urbe condita (3)

"Ich geh erst mal Pinkeln" sagte Olim, und tat so.
Es mag gut möglich sein, dass viele Sätze, von ihm und mir, seinerzeit anders waren, als sie im Hier und Jetzt niedergeschrieben wurden. Es ist eben alles nur aus meiner Erinnerung, auch wenn ich bemüht war vor dem Aufsprechen jener im Traum noch einmal in der Zeit und an den Ort zurückzukehren - das Gelebte auf ein Neues zu erleben. Nichtsdestotrotz, es gibt auch zahlreiche Sätze von damals, die 1 zu 1 mit denen von heute übereinstimmen, mit jeder einzelnen Silbe. Dieser Eingangssatz zählt definitiv dazu, denn er sagte ihn oft und auch einst, wie stets mit einem erhobenen Zeigefinger, so wie er es eben immer tat. Es hatte etwas Ehrwürdiges, bei aller Unwürde, die wir mit der Erledigung unseres Geschäfts hinter verschlossener Türe zu tabuisieren versuchen.
Ich nutzte seine Abwesenheit und organisierte ein drittes Trinkgefäß, das symbolischen Charakter haben sollte. Er wolle ja schließlich wissen, wie lange der Mensch im Paradies verweilte.