Sie hat das Haus verlassen. Nach draußen, in die Natur, in die Freiheit. Sie, die Kollegin meiner Lieblingshausfliege. Sie, die so ähnlich war, wie die Kollegin meines Lieblings(haus- und hof)hundes. Ich spreche diese Zeilen im Liegen. Ich liege auf einer Zweisitzer-Couch, der Kopf zum Fenster zu meiner Linken, die Beine irgendwie auf die Lehne am Ende gen Süden. Ich schaue nach oben und entdecke sie - meine Lieblingshausfliege. Sie ist schon so lange da und ich kenne bisweilen gar nicht ihr Geschlecht. Ich kannte auch nicht das Geschlecht ihrer Kollegin, die jetzt verschwunden ist. Seit Tagen haben sie mich begleitet, genauso wie mich jahrelang zwei Lieblingshunde begleitet hatten. Die Kollegin meiner Liebsten verließ das Haus, doch nicht weit entfernt vom Hof hat sie ihre Ruhe gefunden. An einem Ort, wo sie mit mir bereits die letzten beiden Tage ihres Dasein verbrachte, wollte sie doch schon gar nicht mehr ins Haus. Draußen war die Luft reiner, das Atmen fiel ihr einfacher, und dennoch konnte sie sich nicht mehr so recht und für längere Zeit hinlegen. Die Wassereinlagen machten ihr es schwer. Sie muss die letzten zwei Tage nicht mehr richtig geschlafen haben. Apathie war in ihren Augen zu sehen, mit allem Recht.
Bei aller schneearmigen Wehmut gibt es sie trotzdem noch, denn sie gibt es immer. Sie gab es schon vor mir und sie wird es nach mir geben. Und die Orte, wo sie alleine oder manchmal zusammen stehen sind auch nicht schwer zu finden. Unseren geheimen Bamberger (oder ›...in‹) kann man auch leicht finden, aber er (oder sie) steht in ungewöhnlicher Gegend, die aber auch eigentlich gewöhnlich ist.
... ist so geheim, dass ich sogar die Erwähnung in Form dieser Geschichte derer der geplanten Buchrezession vorziehe, aber keineswegs mehr als nötig in einem Blogeintrag oder einem Artikelgewerk preisgeben würde, ja werde. Also ich meine, den Standort, den geheimen, wo der ungeheime Bamberger aufzufinden ist. Ja, ganz recht, er ist gewöhnlich, der Bamberger. Trotzdem ist sein oder ihr (?) Platz geheim.
Man muss wissen, es geht hier nicht um einen Menschen, aber um was ganz essentiell Wichtiges, also nicht für einen Menschen bzw. eigentlich schon, aber niemand hat es heutzutage nötig, was den geheime Bamberger ein wenig unwichtig darstellen lässt.
Und so blieb es auch bis zum nächsten abendlichen Spaziergang. Das Blatt am Schuh rührte niemand an, kein Mensch, kein Hund.
Beim Ankleiden meines Überfußkleides war ich erstmals vorsichtig, denn keinesfalls wollte ich jetzt, dass das Blatt am Schuh in der Wohnung die Schwerkraft überwindete und auf den Bodenbelag selbiger fiel, um im weiteren Sinne der Sache von mir per Hand in die Freiheit entlassen zu werden. Nicht nach dieser so viele Stunde anhaltenden Symbiose zwischen Schuh- und Blattkleid.
Beim Ankleiden meines Überfußkleides war ich erstmals vorsichtig, denn keinesfalls wollte ich jetzt, dass das Blatt am Schuh in der Wohnung die Schwerkraft überwindete und auf den Bodenbelag selbiger fiel, um im weiteren Sinne der Sache von mir per Hand in die Freiheit entlassen zu werden. Nicht nach dieser so viele Stunde anhaltenden Symbiose zwischen Schuh- und Blattkleid.
Wie es oft so ist bei lustigen und kleinen Geschichten erfolgt ein Happy End, dass ich nicht vorenthalten will. Es ist nicht nur lustig, sondern auch bezeichnend, wenn man daraus etwas erlesen will. Meine Quintessenz vorab ist klar: diese kleine Geschichte ist bedeutungsvoller als so manch eine große ihrer Zunft, die ich mir in meinem Leben zu Gute führen durfte.
Ich hatte und ich habe mehr Vertrauen, dass das Blatt am Schuh auch das Blatt am Schuh als das der Knopf an der Hose bleibt. Denn der Knopf an der Hose ist ein solcher von einer eben Hose, die zu meiner ›Hundeauslaufausrüstung‹ zählt und die Zweitgarnitur darstellt, wenn die 1ste mal in der Wäsche ist. Dieses werte Kleidungsstück wusste wohl bereits bei dessen Kauf für 3 Euronen im NKD vor ein paar Jahren, dass es einen harten Weg mit mir zu gehen hatte, wenn man denn bedenkt, dass sich die Schöpfer des Konstrukts nicht viele Gedanken bei der Anfertigung gemacht hatten.
Und so ist der Knopf mal wieder locker geworden, und ich werde ihn wohl morgen zum wiederholten Male nachnähen, heute aber nicht mehr....
[zum Teil 1] [zum Teil 2]
Und mir war auch schnell klar wohin mich Sam treiben wollte. Zuerst haderte ich über den Gedanken nach, ob er eventuell über die Bahnschienen mit mir wollte, um seine Hundekumpels zu besuchen, kam aber schnell davon wieder ab, weil diesen Weg wäre er auch ohne mich oder sonst wem gegangen.
Folglich wollte er mit mir in die Firma. Anhand des dunklen, bewölkten Himmels war mir aber auch schnell bewusst, dass ich wohl soeben nur in den Jahren zurückgesprungen bin und meinen Seinsort geändert hatte, nicht aber die Uhrzeit...
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Gewidmet übrigens dieser Persönlichkeit...
Ich ging also mit gelenkten Gedanken ins Land der Träume. Sie waren nicht hochtrabenden, eher folgte ich den galoppierenden Fellknäul auf vier Pfoten und mit gold-schwarzem Haarkleid, welches sich zusammen mit seinen oder ihren Ohren dem Winde entgegenstreckte, auf und ab viel, und den Eindruck hinterließ, als ob er oder sie eins mit sich war und der Welt um ihn herum, so seltsam diese wohl in seiner oder ihrer Auffassung sein mochte.
Keine Frage, der Titel ist nur reißerisch. Aber es wäre mir auf der anderen Seite wesentlich zu abgedroschen gewesen, hätte ich ihn ›Mit Träumen beginnt die Realität‹ genannt, denn solche Überschriften gibt es im Netz und auf Blogs wohl schon zu Fünftausenden oder mehr, je nachdem ob man nur das deutschsprachige oder das globale www betrachtet.
Um das also noch mal zu unterstreichen, der Blog endet natürlich nicht mit diesem Eintrag. Er hätte sich aber heute ändern können, da ich dieses komische Teil, das Blogartikel überhaupt möglich macht, das Gerät in dem ich stets rein spreche partout nicht dort auffinden konnte, wo ich es vermutet hätte, wo es eigentlich immer ist...