Bamberg, Freitag, den 14. August 2026
(Bolivien: Fest der Jungfrau von Urkupiña | Haiti: Bois-Caïman Day / Tag der Union für die Freiheit | Israel: Rosch Chodesch Elul | Malediven: Nationalfeiertag Qaumee Dhuvas | Pakistan: Unabhängigkeitstag | Vatikan: Vigil M. Himf.)
Das Sportlerbier hat ausgedient.
Die Zigarette danach behält Bestand.
Der sich aufdrängende Abend wird in Bälde von der bevorstehenden Nacht abgelöst. Ein wolkenloser Himmel breitet sich aus, über alle, die unter ihm stehen, gehen oder liegen; selbst die Luftakrobaten können diese einmalige Schönheit keineswegs negieren. Gerade die Gestalten der fliegenden Kunst wissen von der Nichtigkeit der Existenz und trällern davon ein unbedeutendes Liedlein.
Eine Figur betrachtet das Spektakel in trauter Stille – industriell verarbeiteten Tabak rauchend und in trivialen Gedanken versunken, hält sie sich für wichtig und groß, denn sie wartet auf die Ewigkeit. Ihr Verlangen danach ist dermaßen ausgeprägt, dass die Stimmung um sie herum von einem zarten, kaum zu greifenden Schleierhauch bedeckt wird. In ihrer Wahrnehmung zumindest. Sie muss nicht knien, sich demütigt niederfallen lassen, und Alkohol ist beileibe nicht von Nöten, um ihre Sinne vernebeln zu lassen. Ungeachtet des Nikotinstängels soll ihre Stimulanz der Augenblick sein, wovon ihr allerdings bisweilen die Kenntnis fehlt. Hingegen weiß Frau Moment, dass Herr Figur – naturgemäß ist es/er männlich! – noch ein paar Lungenzüge zu absolvieren hat, ehe der sprichwörtliche Funke ihn ergreifen wird, um letztendlich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit einzufordern. Jene Frau Moment ist klug – vielleicht sogar weise –, bestückt mit sanfter Langmut dem Herrn Figur gegenüber und einer jeden Menschenseele, deren Bestreben es ist, Belastungen mit Geduld zu begegnen oder sie mit Ruhe zu tragen.

