(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Dreißig auf Sieben – Teil 3
Die überdimensionierte Schüssel – aus Blech? – hatte ich mir heute mal vor dem Fenstergucken und nach dem Feierabend flüchtig – parenthetisch gesprochen – angesehen. Eine, nahezu ungeheuer befriedigende Erkenntnis tat sich dabei [in mir und/oder für mich] auf, die mir vom Spähhorst im Obergeschoss, hinter den Scheiben und der Gardine, der Perspektive sei es geschuldet, verborgen blieb. Sie, die Schüssel, lehnt nicht direkt am Apfelbaum, sondern an einem größeren – ungehobelten? – Stein mit vielen Ecken und Kanten. Ich weiß zwar nicht, wie schwer das Ding ist – es sieht schon massiv aus –, doch dem Genossen Baum kommt es gewiss zugute, dass er nicht ihre Last zu stabilisieren hat. Und da war noch ein anderes, ein weiteres Element, dass ich beim beiläufigen Heruntersehen glattweg ausblendete. Am Sichtfeld kann es nicht gelegen haben, das wäre eine reine Schutzbehauptung. Kurzum (daher): In der überdimensionierten Schüssel befand sich noch eine Gießkanne, grau in grau und von gleicher Beschaffenheit, vom selben Ausgangsmaterial, das ich – so als fachlicher Laie [Pleonasmus?] – als eine Art von Walzwerkerzeugnis aus Metall identifizieren würde. Keine Sorge an der Stelle: Ich gehe darauf nicht weiter ein.

Allerdings fiel mir da noch was ins Auge – in die zwei, hinter einer Sonnenbrille versteckten Äuglein –, als ich da unten stand, rauchend, verlassen auf schmaler Flur, allein – glücklicherweise. Rund fünf Meter entfernt von der überdimensionierten Schüssel (und ihrer innewohnenden Gießkanne) hängte ein anderes Bewässerungsgefäß, kleiner, in hellblauer Farbe und mit einem lachendem Smiley verziert, an einem anderen Baum – eher einem Strauch –, der sicherlich niemals Obst tragen wird. Die, für mich, unbekannte ›Baumstrauchart‹ war eingebettet in einen Rundstein, wie man solche für ein Kräuterbeet beispielsweise heranzieht, wuchs inmitten von diesem heraus und sonnte sich im Schatten eines anderen, großen Baumes rechts neben ihr/ihm. Der Arsch – die untere Seite, der Boden – der kleinen Gießkanne schien mir etwas eingerostet. Im Dunkel der Nacht kann ich das jetzt nicht mehr ausmachen – und tatsächlich hab ich dazu auch bei Helligkeit wenig bis kein Interesse, um ehrlich mit mir und allen zu sein, die jetzt noch lesen, was ich [einst] rede[te]. Gleich morgen, nicht unbedingt mit dem ersten Lichtschein, werde ich das nachprüfen, sofern ich es nicht vergesse. Ob ich darüber sprechen werde – keine Ahnung, eher nicht.

Heute hatte ich in den zehn Minuten – um Dreißig auf Sieben – am Fenster, rauchend und bei einem Feierabendbier, eine Strichliste geführt. Mitunter wurde das ziemlich hektisch, weil doch so einiges los war, vor allem auf dieser elenden Durchgangsstraße, die in meinem Blickwinkel eine Kreuzung aufweist. Es steckt keine höhere Mathematik dahinter, dass Seiten- und Zugangsstraßen den ohnehin schon regen Verkehr befördern, in dem Fall auf ein Maß, das für mich zur Schwelle der Unzumutbarkeit heranreichte, allemal zu einer geräuschvollen Unerträglichkeit führt[e] – und das, wohlgemerkt, bei geschlossenen Schallschutzfenstern! Bei all der unterschwelligen Berauschung ist ein klarer Gedanke unter Tags fast auszuschließen, ja, schwer bis gar nicht möglich – für mich zumindest. Was man nicht alles einblenden kann, wenn man sich hingibt, und was man nicht alles ausblenden kann, wenn man sich ..., ach, lassen wir das.

Ich zählte binnen zehn Minuten dreiundzwanzig – 23! – Autos, alles Privatpersonenkraftwägen. Sechzehn – 16! – davon fuhren von unten nach oben, acht – 8 – bogen nach rechts ab, die anderen acht – 8 – überquerten die Kreuzung. Sieben – 7 – fuhren von oben nach unten, nur einer von denen kam aus dem rechten Straßenzubringer, von links kam keiner. Die restlichen sechs – 6 – Geschosse auf vier Rädern flitzten in meist überhöhter Geschwindigkeit von oben nach unten, nur einer war etwas langsamer unterwegs, weil er nach rechts (für ihn aus links) abbog und nicht an mir vorbeirauschte.
Ein weiteres Augenmerk richtete ich auf die Radler. Sieben – 7 – Striche machte ich. Drei bewegten ihren Drahtesel nach oben und bogen links ab, einer überquerte die Kreuzung. Die drei anderen Sportsfreunde fuhren herunter, einer von ihnen passierte nicht meine Unterkunft und schwenkte (ohne Handzeichen) nach links (von ihm aus rechts) in genau die Seitenstraße ein, die auch drei der ›Hochradler‹ anstrebten.
Die Überhand an motorisierten Verkehrsteilnehmern ist unschwer zu erkennen, erschreckender indes ist der Tatbestand, dass ich kaum Fußgänger ausmachte. Lediglich zwei Frauen begingen den Bürgersteig, ich vermute sogar notgedrungen. Das eine war eine junge Mutter mit schwarzen Haaren, die ihr Kleinkind im Kinderwagen vor sich herschob (Laufweg: von unten nach oben); das andere war eine Frau mit zwei Hunden, einen beigen Retriever und einen weißen Vierbeiner unbekannter Rassezuordnung, vom Stockmaß ähnlich groß wie das ›Apportiertier‹ für den privaten Hausgebrauch. Ich glaube, sie hatte ›straßenköterblondes‹ Haar, also die zweibeinige Halterin. Sie lief übrigens von oben nach unten und bog nach links (von ihr aus rechts) ab. 

Ach, und ehe ich es vergesse: In meiner Statistik habe ich ein Automobil nicht notiert – aufgeführt? –, das streng genommen nicht von unten nach oben fuhr. Es parkte unmittelbar vor meiner eigenen Hofausfahrt. Die nobel wirkende Karosse – Limousine? – hatte ein Kennzeichen aus der nördlichen Region des Regierungsbezirks [Oberfranken], keine Ahnung, was der hier [im Bamberger Land] will/wollte, jedenfalls steht er immer noch da. Eventuell macht er einen Hausbesuch bei einer adretten Gespielin, die er hoffentlich über die Nacht hinweg zur Glückseligkeit bringen wird. Und das unter der Woche ... 
Wenn ich beginne zu spekulieren, sollte ich enden. Besser ist das sicherlich.
      
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