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Das offene Fenster zur Straße – Teil 9
Der Anwalt [8] steht über den Armen [1], den Reichen [2], den Soldaten [3], den Steuerzahlern [4], den Umherirrenden [5], den Trinkern [6] und sogar über der elitären Gruppe der Bankiers [7]. Nur Ärzte [9], Doktoren, können ihn retten oder töten und stehen somit auf der versinnbildlichten Leiter höher. Was man oft vergisst in dieser absurden Aufzählung ist der Leichenbestatter [10], der alle zu Grabe trägt. Was man jedoch nie vergisst zu erwähnen, das ist die Kaste der Politiker [11], der dank aller zehn – gern nachgesagt wird – glücklich zu leben, ... bis die Nummer 9, naturgemäß in Kombination mit der Nummer 10, daherkommt. Unnatürlich, auf seine Weise, schafft er – der Politiker – (es) den Tod allerdings selbst (zu erleiden). Seine Hinterbliebenen – die im Übrigen auch Politiker sein können – brauchen dann den ein oder anderen (der zehn) Kandidaten für deren Zwecke im Nachgang. Das kann unter Umständen auch ein Hardcore-Alkoholiker sein, der ihnen mit einem harten Getränk mental zur Seite steht, wenn der ›Bänker‹ die angesammelten Moneten nicht abdrücken will, weil er es nicht kann, weil ein Anwaltsnotar das nicht zulässt. 
Um die idiotische Vorrede abzukürzen: Es besteht eine mittelbare wie eine unmittelbare, eine bewusste wie eine unbewusste, Abhängigkeit zwischen den einzelnen Zugehörigen der ›Parteien‹ und ab und zu sind ›Fraktionen‹ oder gar ›Koalitionen‹ für eine gewisse oder ungewisse Zeit bitter vonnöten.  
Das offene Fenster zur Straße – Teil 7
Poesie kann ich nicht, aber die Prosa habe ich noch nicht ganz aufgegeben. ›Wir‹ arbeiten täglich schwer miteinander und entfernen uns dabei voneinander.

Heute wollte ich was erzählen von dem roten Apfel, der auf dem grünen Rasen liegt. Doch dann kam der graue Mann am Morgen und hat ihn weggeräumt, noch ehe er die Büsche goss. In 10 Jahren bin ich vermutlich so grau wie er, sofern ich dann noch Haare auf dem Haupte trage, wenn ich noch lebe ...
Das offene Fenster zur Straße – Teil 6
Alles darf gedacht werden. Manches sollte nicht gedacht werden. Weniges darf nicht gedacht werden. Heute reden wir über das Wenige. Und wir reden über das Viele. Und wir sprechen einfach. Ich spreche einfach. Ich versuche es. Ich kann aber nichts versprechen.
Fangen wir an! Es existiert eine Korrelation zwischen Empfehlung und Pflicht. Und schon habe ich versagt! Fangen wir auf ein Neues an.

Es gibt einen Unterschied zwischen einer Empfehlung und einer Pflicht. Nicht für jeden. Viele unterscheiden hart. Bei manchen verschwimmt der Unterschied. (Das sind größtenteils Konformisten.) Gleichgeschaltete. Nur wenige vertreten ihre Meinung. Spielen wir doch ein einfaches Spiel. Verdeutlichen wir die ›These‹. Verdeutlichen wir das bisher Gesagte. Ziehen wir ein fiktives Beispiel dafür heran. Erfinden wir ein absurdes Beispiel. Es soll lächerlich sein. Es soll aber keine Satire sein. Wir wollen nicht übertreiben. Nehmen wir uns dabei mal für einen Moment (lang) ernst. Nur für einen kleinen Augenblick.
Das offene Fenster zur Straße – Teil 5
Die neue Mode heißt: Wir laufen gemeinsam mit dem Hund. Unter ›Wir‹ versteht man Pärchen, also Leute, die zumindest irgendwie zusammenleben, ob in ›wilder Ehe‹, ›in fester Partnerschaft‹, in einer ›Lebensabschnittsgefährten-Beziehung‹ oder ganz offiziell mit Trauschein und so weiter. Ausschließen würde ich hierbei Geflechte, die darauf aufbauen, dass die jeweiligen (liebenden) Menschen nur am Wochenende zusammenfinden. Denn bei diesem letzten Konstrukt denke ich mir ja vielerlei mögliche Sachen, aber ich kann die [›Sachen‹] mit dem Begriff ›Beziehung‹ irgendwie für mich nicht in Einklang bringen. Und ich muss dazu sagen: Ich habe da so meine, noch-zählbaren, Erfahrungen mit ... gesammelt oder sammeln ›dürfen‹.
Das offene Fenster zur Straße – Teil 4
Während der Hundstage denke ich ja ab und zu an eine Äußerung von Karl (Otto) Lagerfeld, welche er einst so zum Besten herausgehauen hatte:

›Gucken Sie sich mal die Straßen bei Hitzewelle an, man hat das Gefühl so wie die da rumlaufen, man wäre in deren Wohnung, man würde nicht wagen ohne zu Klopfen ins Badezimmer zu gehen, wo die so angezogen sind.‹*

Dieses Jahr musste ich früher daran denken, als es mir lieb und angenehm war. Bis der Hundsstern (Sirius) für uns in Europa sichtbar wird, vergehen noch ein paar Tage [= im Augenblick der Niedersprache (20. auf 21.07.2023)]. Die Tage davor waren aber offenbar heiß genug für eine große Anzahl an Menschen, um der zitierten Aussage von K(O)L wohlwollend nachzukommen und gerecht zu werden. So auch, wie schon erwähnt, ›meine Dutt-Dame‹. An ihre unpassende Klamotte werde ich vermutlich wohl noch weit über den Hundstagen hinaus denken und reflektieren. Daran ist jetzt nichts Schlimmes zu finden, denn sie machte ja trotz ihrer stämmigen Figur eine gute Figur (...). Warum es trotzdem für mich in einer ›gedanklichen Katastrophe‹ münzte, werde ich jetzt zu erläutern haben – und ich will mich dabei, wie versprochen, gleichfalls darin üben, (mich) kürzer zu fassen als es für mich üblicherweise üblich erscheint (sic!).    
Das offene Fenster zur Straße – Teil 3
Wir dürfen die Männer nicht außen vor lassen. Männer mit Dutts sind noch lächerlicher …, als Männer mit einer Pseudo-Shika*, …, die keine darstellt, weil der Rest des Kopfes ebenfalls mit Haaren bestückt ist und nicht komplett kahl rasiert wurde. Kahl rasierte Schläfen sind übrigens noch weitaus lächerlicher und werden noch viel mehr ins Lächerliche gezogen, wenn das Haupthaar durch eine Dauerwelle künstlich zum Kräuseln gebracht wurde. Das wäre mein kleiner Fuß in die Türe, um den Zugang für die Frauenwelt offenzuhalten.
Das offene Fenster zur Straße – Teil 2
Erinnere ich mich zum Beginn der Nachtruhe –  bei mir meist nach der mitternächtlichen [leider-nicht-(mehr-)Sperr-]Stunde –  an Erscheinungen des vorhergegangenen Nachmittags, so müssen diese etwas in mir (und/oder gar zur) Erregung gebracht haben. Eine solche, locker dahergesagte Aussage ist selbstredend nicht allein- und allgemeingültig und kommt generell etwas leichtfüßig daher; mit anderen Worten: Die Theorie kann relativ rasch widerlegt werden, sogar von mir selbst. Es wäre ungemein besser, es vielleicht geradezu sofort zu tun, weil man diesen einzelnen und dämlichen Eingangssatz ansonsten im Kontext (oder auch ohne) schnell und ohne Weiteres missverstehen könnte; und ich wäre der betreffenden Person nicht einmal böse darum oder deswegen. Trotzdem weigere ich mich beharrlich, meine eigene These zu diskreditieren oder gar ins buddhistische Nirwana zu transformieren (sic!).
Das offene Fenster zur Straße – Teil 1
Das offene Fenster zur Straße ist meistens geschlossen. Richtig muss es heißen: ›Mein Fenster zur Straße ist überwiegend geschlossen‹. Wahlweise auch: ›Mein Fenster zur Straße ist selten geöffnet.‹ Wie immer ich es umformuliere, es passt in meine Welt der Trivialliteratur bestens; das Thema per se sowieso.
Der 'transracernde' Nachwort-Sprech
Gelegentlich benutze ich Spickzettel. Was rede ich – gelegentlich?! Eher oft greife ich darauf ab, denn ohne geht es schon lange nicht mehr, will ich meine sprachlichen Ergüsse auf ein angemessenes Niveau (...) schrauben. Das Alter ist nicht unbedingt daran schuld, jedenfalls möchte ich mir das einbilden. Wie dem auch sein, auf meinem heutigen Spicker zur #n8ruh steht nicht viel – und das ist manchmal besser so: "Henry Miller, Mongole – #transrace". Ich schrieb die vier Wörter bereits gestern auf einen Zettel, damit ich heute daran denke. Und das - ich gestehe - ist tatsächlich dem Älterwerden geschuldet.
Des Regenbogens Neusprechs wegen
PACE! Es fehlt [noch] was - oder: Es fehlte was. Vielleicht wird es das unvollkommene Ende jener absurden Sprech-Gesänge. PACE! PACE fehlte. Was heißt PACE? Tempo? Im Englischen: ja. So gesehen: Muss ich ergo schnell Meter gut machen, bereits im Vorfeld meiner Zeilen, auf die Gefahr hin - die bestehen wird, weil sie [bei mir] immer besteht - dass sich mein Gesagtes nicht für jeden gut anfühlen wird? Was meine ich also mit PACE, wenn ich nach PACE kreische? I will open my window for a short time. Sometimes I have really good ideas. PACE is one of these...
Des Romantizismussprechs zweiter Akt
Die neue Nacht lässt mich klarer sehen. Sprach ich gestern vom Friedrich, so war der Beginn schon richtig, nur der Nachname, der wurde von mir überschnell vergeben. Heute denke ich, der andere (Geo. Ph.) Friedrich (v. H.) hätte mir einen trefflicheren Bezug vermittelt; der Friedrich, der für sich selbst keinen Vor- und Nachnamen zuließ, nur das Neuland - das Novalis - war seiner ebenbürtig, um das Rätselhafte und Mysteriöse als Wesenskern des Menschen zu verstehen.
Nota bene: Wer rodet, schafft zuerst einmal ein braches Feld, das später vielleicht mal zu einem Novum - einem neuen Ackerland - erblüht, gegebenenfalls auch mit blauen Blumen drauf. 
Des Romantizismussprechs erster Akt
Als Mann kann ich nur für mich sprechen, würde ich persönlich werden. Trotzdem will ich zu Beginn hin zumindest den Versuch starten mich konsequent subjektiv der Sache an [und für] sich anzunähern, denn mit Ehrlichkeit erreicht man zumeist mehr. Und um ganz ehrlich zu sein, bereitet mir der Gedanke eines romantischen Faktors in der Liebe Kopfzerbrechen, schlimmer noch (und überspitzt dargestellt): Mir fährt es glattweg kalt den Buckel runter. Aber warum ist das so? Und bin ich da wirklich eine Ausnahme unter meinesgleichen, ob im geborenen Geschlecht oder gefühlt-gelebten?  
Der gehäufte Idioten-Sprech
Es gibt zweierlei Möglichkeiten für mich ein Gespräch und dergleichen auf die schnelle und geradlinige Tour zu beenden. Das Hofieren mit der, womöglich schauderhaften, Wahrheit des Eigenlebens ist eine gangbare Variante, die schlussendlich noch nie ihr Ziel verfehlte. Wer eine lange Periode seines Lebens eng gegen den Zeitgeist lebte, tut gut daran dies offenkundig auszuplaudern, auch wenn es das letzte Tabu bricht und schlussendlich Banden. Darum soll es mir aber heute nicht gehen, vielleicht ein andermal.
Der psychopathische Voyeuristen-Sprech
Bei geöffnetem wie geschlossenem Fenster bin ich nicht nur der Voyeur, der auch gerne mal seine Kamera auspackt, um an vorbeiwandelnden Menschen näher heranzuzoomen, vorwiegend an weiblichen Personen, weil ich deren Körperproportionen wesentlich ansprechender finde; sagen wir: überwiegend überhaupt ansprechend. Männer machen nur beim Sport, zum Beispiel beim Fußball, wegen der Athletik eine bessere Figur, aber Frauen sind halt Frauen und schauen bei allen Aktivitäten gut aus. Das hört sich ein wenig verwirrend an, aber man muss eben auch wissen, dass Frauen mit zunehmendem Alter ihre Attribute in Richtung des Männlichen opfern, leider: opfern müssen. Das hat kompliziert-biologische Gründe, ich will jedoch - weil ich gerne einfach denke - bei der biblischen Auslese beziehungsweise Verständnis bleiben - sagen wir lieber Auslegung, konkreter: meiner persönlichen. Wenn nämlich der werte Adam vor der Rippen-Sache und somit vor Eva alles in sich hatte, was die Gendersache so hergibt, dann muss man den Ursprungs-Adam als androgyn bezeichnen. Und am Ende der Tage des Menschen kehrt ergo alles zu jenem Ursprung zurück. Männer entdecken ihre zarte Seite und den verblühenden Frauen blüht, nun ja..., you know what I mean! Theologische Losungen sind oftmals einfache Lösungen, vor allem aber verständliche + sie sind [immer] durchaus nachvollziehbar. 
Der kurzlange Franken-Sprech
Einundzwanzig Uhr Einundzwanzig am einundzwanzigsten Julei Zwanzigeinundzwanzig. Ich öffnete das Fenster und roch nach draußen, tauchte in die Luft ein und stellte mir vor, wie sich zwei wesensfremde Obstbäume im Winde doch ein wenig mehr als unscheinbar bewegten. Ihr Drang war meinem ähnlich, und so schwangen sie mit ein in die laue Melodie des Hauchs der zarten Sommerbrise. Der atmosphärische Gehalt dieses Schauspiels war auch für Unbeteiligte ergötzend. Korrektur: wäre gewesen, denn es war ja nur vorgestellt, und doch mehr real als das gedachte Szenario in echt. 
Der legendäre Sprech des Einhorns
Angenommen es gab dieses Fabelwesen tatsächlich, konnte es dann eventuell sprechen? War das Einhorn vielleicht dafür nütze, dass Seifenblasen in Regenbogenfarben aus ihm heraussprudelten, also immer wenn ein Einhorn die menschliche Sprache benutzte? Oder andersherum spekuliert: Das Tier war möglicherweise überhaupt nicht fähig sich lautsprachlich zu artikulieren, beispielsweise weil es keine Zunge hatte (im Munde oder Maule). War folglich das Horn der insgeheime Taktgeber? Ein Horn das spricht - how about that? Wenn dem so gewesen sein sollte, dann wären die Seifenblasen deutlich zu viel des Guten. Ein Horn ohne Blasen ist doch schwerlich vorstellbar, oder irre ich mich? Why not? Wie wäre es mit einer Comicdarstellung? Gegebenenfalls - probably? - war dem Einhorn ja die Schriftsprache bestens bekannt? A gift from God, you never know: Write a note down with your long-horn, porn, corn ... beak - whatever you will call it! #facepalm 
Der Regenbogen-Altsprech
Am 25. Mai h.a. schrieb ich einem befreundeten Schriftsteller jene Zeilen:
»Heute war ein Regenbogentag; ich sah auf dem Heimweg (im Auto) zwei davon, der eine zog sich über den anderen. Der, für das Auge (ausgehend von meiner Perspektive), höhere und längere Bogen war blass und verwaschen, der kleinere dagegen hatte leuchtende und gut zu erkennende Farben. Das Schema fing beim Blogger-Orange an, das ins Gelbe überging, dann Grüntöne, gefolgt von babyblau bis zum Violetten; Pink fehlte natürlich auch nicht, es war ganz oben - warum ich das jetzt nur vergaß zu erwähnen oder ganz aus meinem Kopf strich?«
Heute weiß ich es: Verblassende Rottöne vergisst man schnell. 
Der lustvolle Geilheits-Sprech
Dass das Adjektiv der Geilheit [geil] mal als ein Synonym ohne erotische Note fungieren würde, hätte sich der liebe, und wohl auch wollüstige, [Martin] Luther wohl niemals denken wollen. Ohne Geilheit auf sein "Weib" [Katharina] wären keine Nachkommen in dieser Zahl [6] herausgekommen, mag ich mal als eine Behauptung aufstellen, ob sie stimmt sei dahingestellt. Die hanebüchene These diente mir nur für den vorherigen Satz und unterliegt nun keiner Wertung mehr, zumindest schenke ich ihr - nun gesprochen - keiner weiteren Bedeutung.
Nichtssagender Vielsprech
Wer drei Monate nichts spricht, ist desgleichen sprachlos zu beneiden und lauthals zu beschreien, aber es darf auch ein Mischmasch zwischen absoluter Stille und grölendem Etwas sein, um meinungsstarke Bekundungen farbenfroh preiszugeben.
Wer drei Monate viel spricht, dem kann man nur sprachlos lauschen, und doch besteht die Chance in aller Form um Contenance zu bitten, mit melodisch-ruhigen Singsang-Tönen oder ausfallend und schrill, um dem Wortschwall mit Nachdruck Einhalt zu gebieten.
Aussageoffener Wenigsprech
Vor einigen Tagen stand ich an meinem geöffneten Fenster im ersten Geschoss und sprach in die dunkle Nacht. Es lag eine angenehme Stille in einer Luft, die für mich nach nichts roch. Die Sommerfrische hatte ihren Charakter verloren und mir blieb nur das Eintauchen in den lauen Windhauch über. Manchmal bilde ich mir bei einem kleinen Lüftchen so einiges Abstruses ein, wie auch in diesem Momentum. Ich beobachtete die sanften Bewegungen des unweit vor mir stehenden Apfelbaumes und war der felsenfesten Überzeugung jemand versuchte über dieses Gewächs auf eine subtile Art mit mir zu kommunizieren.