Bewusste Klar-/Tagträume beginnen bei mir meist in strukturierten Schemen, gleiches gilt im Prinzip auch für gelenkte Traumreisen. Ausgangspunkt ist ein blauer Himmel mit weißen Wolkenblasen, deren Symmetrie rund erscheint. Oft kann ich in der dreidimensionalen Wolkenwelt nur schemenhaft zweidimensionale Abbildungen erkennen, gelegentlich sind diese auch mal klar, vor allem wenn ich sie schon besucht hatte. Hinter jeder von ihnen verbirgt sich eine andere Traumwelt. Da ich körperlich ungebunden zu sein scheine, kann ich mir quasi aussuchen, wo ich eintauchen werde. Wenn ich ambitioniert und mit Tatendrang in die anderen Realität des Seins eindringe, suche ich gezielt nach schon bekannten Bildern in den Wolkenblasen oder neuen, die vom Gefühl her in eine gleiche vergangene Zeit führen, die ich besuchen zu gewillt bin. In dieser Übersichtswelt kann ich natürlich auch in gegenwärtige Handlungsstränge eintauchen oder in solche, die in eine Zukunft führen. Raum und Zeit spielen ergo untergeordnete Rollen in meiner persönlichen "Schaltzentrale der Träume", dennoch habe ich keine Freifahrtkarte. Ich kann die Bilder in den Wolken nicht erschaffen, sondern nur von/auf denen ab-/zugreifen, die bereits vorhanden sind. Auch hier gibt es Ausnahmen, aber ich manipuliere mich selbst ungern.
[Eine "Fußnote" lasse ich aus.]