(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Digital Detox – Der 2. neue Nachmittag
Der zweite neue Nachmittag verdient eigentlich keine Erwähnung, und ich sollte diesen Eintrag gleichermaßen kurz halten wie die Titelei (namens) ›Der 2. neue Tag‹, was – Spoiler Alert! – nicht passieren wird. Drei Tage sind seither verstrichen und ich falle langsam wieder in alte Muster. Dank der Umstellung meiner Ernährung auf vegane Rohkost – Getränke bedingungslos ausgenommen – fühle ich jedoch weiterhin ein enorm gesteigertes Energiepotential in mir brodeln, das überhaupt dafür sorgt die vor mir liegenden spärlichen Zeilen nach einem ›9-to-5½-Arbeitstag‹ anzugehen. Bedauerlicherweise zog ich das Büchlein viel zu spät aus seinem hübschen, handgemachten ›Beutel‹ hervor, und ich spüre wie die verbliebene ›Hellzeit‹ zu schwächeln beginnt; sie löst sich recht bald in die bevorstehende Finsternis auf. Apropos Beutel. Wir müssen darüber sprechen. Respektive ich. Selbst wenn das heißt: Schreiben, bis die Hand abfällt. (I hope you remember.)
Leider kann ich mich heute nicht mehr entsinnen, ob ich zu jenem Schmuckstück bereits nähere Angaben machte, auch zum schönen Buch (an sich) und wem ich es zu verdanken habe, es in meinem Besitz zu wissen. Vor allem aber zu dem gestrickten oder gehäkelten ›Einband‹ – ich bin zu meiner Schande und in der Hinsicht ein dummer und einfältiger Mann, der den Unterschied nicht kennt –, verlangt es einige Worte, eine ›Beutelgeschichte‹ sozusagen.
Dreißig auf Sieben – Teil 7
Heute, am Dienstag (Jom Schlischi), auf den Tag genau zwei Wochen nach dem ersten Eintrag, habe ich mal wieder um dreißig auf Sieben für zehn Minuten aus dem Fenster geguckt. Weil ich aufgrund der vorherigen Spracheinträge und der daraus resultierenden und eingefangenen ›Erlebnisse‹ – eher ›Nicht-Erlebnisse‹ – wusste, dass mich auch mit mehr Tageslicht (aufgrund der Falschzeit = Sommerzeit) nichts Hochtrabendes erwarten wird, hatte ich mich eingangs auf das Spektakel – eher ›Nicht-Spektakel‹ – vorbereitet. Aus der Vielzahl von Beschäftigungen, die ich noch ›unlieber‹ vornehme, habe ich mich für eine entschieden, da diese auch mal wieder bitter notwendig war. Das genügte mir jedoch nicht. Normalerweise zog ich es gewöhnlich – eher: bislang oder bisher – vor, still ins Freie zu sehen, doch dem war heute nicht so; oder anders ausgedrückt: Mir war einfach nicht danach.
Bleiben Sie frisch
Keine große Worten heute, keine hochtrabenden Gedanken, keiner Überschrift würdig. So eine ist aber von Nöten.

Unwegsame Gegebenheiten erfordern vielleicht unangenehme Nächte.
Wenn man den Fehler macht Bettwäsche neu zu beziehen, und erst danach darauf kommt, dass der Weichspüler nicht wirklich wohlriechend ist, bettet man sich im Schlaf lieber auf eine eher autark-asketische, nennen wir es eine unorthodoxe Art und Weise, die so aussieht, dass man anstelle des großen Kopfkissen ein kleineres bevorzugt. Dieses wiederum gebührt dem Namen Ehre erst im Zusammenhang mit einem größeren seiner Art, welches eigentlich für die Hunde angedacht ist. Und das ist noch zu hochtrabend. Den damit hat man nur ein kleines und ein wenig größeres kleines Couchkissengarnitürchen unter seinen Haupte liegen.
Die simple Plüschdecke, ebenfalls in so einer Garnitur meist vorzufinden und in gelber Baumwolle gefärbt, rundet das beschriebene Bild ab.
Klein ist klein, wenn ich davon schon rede: der Durchmesser der Kisschen müsste beim einen bei 10 x 10 und beim anderen bei 15 x 15 cm liegen.
Die Flamme verrinnt
Währenddessen diese Worte aus meinen Mund in ein mikrophonartiges Instrumentarium entströmen und dort hinein entschwinden, in unewige Welten der elektronischen Steinchen verinnen, verinnt vor meinen Augen gleichsam meine kleine Flamme.

Das leichte, aber stetige Verringern der Lichtintensität, das Verglimmen einer Wärmequelle. Nicht unbedingt Quelle, aber Wärme ist es, was sie abgab und was sie in ihren letzten Zügen nach wie vor tut.
Doch jetzt wird's gleich vorbei sein mit dem schnöden Schein, denn Mensch beschloss, dass es an der Zeit sei (sie) zu erlöschen.