(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Das offene Fenster zur Straße – Teil 8
An Arbeitstagen unter der Woche [sic! – wann sonst?] habe ich es mir bedauerlicherweise angewöhnt auf Punkt 7:30 Uhr zu erwachen. Ich spaße damit auch nicht und verschlafe nie, egal wann ich nach der Mitternacht mich ›zu Bette‹ legte. Zwei Wecker, ein analoger und ein altes Tastenhandy, leisten tadellos ihre Dienste. An gefühlt der Hälfte derer Tage [sic! – bei 5 Arbeitstagen in der Woche wird eine ›gerade‹ Rechnung nicht nur schwierig, sondern unmöglich], bereue ich die Entscheidung. Tatsächlich bereue ich mein stetiges Vorgehen an jedem Tag, präziser: an jedem Schultag. Denn, und das ist der Punkt, ich habe es mir auch zur ›Aufgabe‹ gemacht, das Fenster (zur Straße) unmittelbar nach dem Aufstehen – in welchem Zustand auch immer – zu öffnen. Das Gehör- und Gesangskino offenbart mir deswegen während eben jener, manchmal auch einer länger währenden, ›Lüftungsperiode‹ ein infantiles Inferno für die, noch auf Schlaf getrimmten, Lauscher. Das geht jetzt schon seit dem Ableben des letzten Hundes (Adelhaid) so [gestorben am 14.12.2020], und ich bin bisweilen nicht zum ›Kinder-Misanthrop‹ geworden, obgleich ich mich in manchen Wachphasen ziemlich nahe an der Schwelle dahin bewege, zu einem zu verkommen. Das geschwätzige Brabbeln [Pleonasmus!?] von Grundschulkindern (und) vor dem Stimmbruch, kann bekanntermaßen einem Erwachsenen tierisch – Vorsicht: derbe Aussprache folgt – auf den Sack gehen, vor allem wenn man noch nicht so richtig wach ist. Und ich persönlich werde grundsätzlich erst am frühen Nachmittag, spätestens nach dem Feierabend, geistig rege – oder sagen wir es plump: halbwegs wach. Je später der Abend – oder: je früher die Nacht –, umso aktiver werde ich im Kopfe. Diesen, für mich haltbaren, Umstand verdanke ich nicht dem Ableben von Vierbeinern; ja, ich will fast sagen: Es war schon immer so, zeit meines Lebens. Selbst der, noch gewissenlose, Kindermund kann mit solcherlei Umschreibungen vorzüglich umgehen und würde mich in die Ecke der ›Nachteulen‹ abstellen. Das ist natürlich, ob von einem Erwachsenen (...) oder sonst wem behauptet, nicht ganz richtig, trifft es jedoch ein (klein) wenig. Die hervorzuhebende Abgrenzung, die stärkste, bestünde darin, dass das aus mir noch lange keinen Nachtschwärmer macht – was man sich auch immer darunter vorzustellen vermag. Soviel der, doch langen, Vorrede.
Das offene Fenster zur Straße – Teil 4
Während der Hundstage denke ich ja ab und zu an eine Äußerung von Karl (Otto) Lagerfeld, welche er einst so zum Besten herausgehauen hatte:

›Gucken Sie sich mal die Straßen bei Hitzewelle an, man hat das Gefühl so wie die da rumlaufen, man wäre in deren Wohnung, man würde nicht wagen ohne zu Klopfen ins Badezimmer zu gehen, wo die so angezogen sind.‹*

Dieses Jahr musste ich früher daran denken, als es mir lieb und angenehm war. Bis der Hundsstern (Sirius) für uns in Europa sichtbar wird, vergehen noch ein paar Tage [= im Augenblick der Niedersprache (20. auf 21.07.2023)]. Die Tage davor waren aber offenbar heiß genug für eine große Anzahl an Menschen, um der zitierten Aussage von K(O)L wohlwollend nachzukommen und gerecht zu werden. So auch, wie schon erwähnt, ›meine Dutt-Dame‹. An ihre unpassende Klamotte werde ich vermutlich wohl noch weit über den Hundstagen hinaus denken und reflektieren. Daran ist jetzt nichts Schlimmes zu finden, denn sie machte ja trotz ihrer stämmigen Figur eine gute Figur (...). Warum es trotzdem für mich in einer ›gedanklichen Katastrophe‹ münzte, werde ich jetzt zu erläutern haben – und ich will mich dabei, wie versprochen, gleichfalls darin üben, (mich) kürzer zu fassen als es für mich üblicherweise üblich erscheint (sic!).