(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

60 hours – Todesmutige Gedanken
Gundelsheim, Sonntag, 16. August 2026 
(USA: National Bratwurst Day)

Manchmal verhält es sich derart, dass ich auf ähnliche Gedanken – oder Inhalte mit vergleichbaren Ideen – in einer überschaubaren Periode stoße beziehungsweise jene auf mich herniedergehen, ganz so, als ob ich mich an sie erinnern sollte. Das sind Momente, in denen ich, in meiner Gläubigkeit, davon überzeugt bin, dass der HERR in wundersamer Weise indirekt zu mir ›spricht‹ und dabei versucht ist, in einer subtilen Form auf mich persönlich einzuwirken. Oft trage ich solche ›Anreize‹ nicht ins Außen, gelegentlich suche ich in (privaten) Gesprächen Möglichkeiten, das jeweilige Thema geradezu beiläufig einzuflechten und in den seltensten Fällen schreibe ich darüber [via E-Mails, über Kurznachrichtendienste oder gar auf meinen Blogs]. Die nachfolgenden Zeilen werden mithin unter das Raster der äußerst raren Ergüsse fallen; so viel im Vorfeld.

Zuerst hörte ich es in einer Predigtstunde. Dann las ich etwas in einer Adventistenzeitschrift [›Adventisten heute‹, Ausgabe 07/08 2026], das in die Richtung ging. Später begegnete mir das Thema, als ich während einer Autofahrt die Bibel hörte [Passage vergessen/nicht notiert]. Gestern bescherte mir meine ›Nachtlektüre‹ [›Schöpfung oder Evolution?‹ von Dr. W. J. Ouweneel] einen weiteren Einblick in die betreffende Angelegenheit. Endgültig sprang der Funke am heutigen Morgen über, bei der einseitigen Abhandlung der bereits erwähnten Anthologie ›Leben ist mehr‹ unter dem Titel ›Besuch im Seniorenheim‹ mir einverleibte.
Auf keinen der oben genannten Inhalte werde ich an der Stelle näher eingehen [und somit diese auch nicht verquellen – vorerst nicht]. Demgegenüber ›präsentiere‹ ich meinen Gedanken dazu, der sich in einem Satz manifestierte und der aufs gerade Wohl recht verstörend herüberkommen sollte; er lautet wie folgt:

›Ich bin froh, dass jedes Leben endet.‹

Untertrieben? Wohl kaum. Eine solche Aussage will schlechtweg falsch verstanden werden; sie bewegt sich jenseits aller vorstellbaren Provokationen – widerlich, abstoßend, schier verachtenswert, ist sie, und das auf ganzer Linie. Dabei spielt es keine Rolle, dass der unscheinbare Anfang in Form des Hauptsatzes positiv gestimmt daherkommt. Da ist jemand froh, er verlangt nicht (mehr) danach fröhlich gemacht zu werden, er verharrt bereits in dem Zustand der Fröhlichkeit. Streicht man ergo den Nebensatz, sollte alles passen. Ganz so einfach ist das aber nicht. Eine Erklärung ist bitterlich von Nöten.
Dreh- und Angelpunkt ist der Psalm 90, verfasst von Mose. Leser meines ersten Digital- Detox-Abenteuers können sich womöglich an das [– mit 6 Buchseiten –] recht umfangreiche Kapitel ›Der neue Psalm‹ erinnern. Die eigentliche Quintessenz des flüchtigen Textes bestand darin, dass damals selbiger Psalm mit sofortiger Wirkung in meine langjährige ›Top-5‹ Einzug nahm und somit den David-Psalm 109 auf Platz 6 verdrängte. Um eine Nachlese zu ersparen, nachstehend der Vers 12 [aus dem Psalm 90] – zuerst in der klassischen Fassung:

›Lehre uns also zählen unsere Tage, 
auf daß wir ein weises Herz erlangen!‹

Die unrevidierte Elberfelder von 1871 ist nicht immer einfach zu verstehen; deshalb darf die traditionelle Lutherübersetzung gerne mal unterstützen, wo geschrieben steht:

›Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, 
auf dass wir klug werden.‹

Ein weises Herz zu erlangen oder klug zu werden, bedarf demnach der Einsicht, dass das Leben im Fleische vergänglich ist, denn des HERRN

›[...] Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen rechten, 
denn er ist auch Fleisch; [...]‹.

1. Mose 6,3 [– zit. nach der unrev. ELB v. 1861 –] ist sehr eindeutig. Wer die Passage nicht verstehen will, der negiert bewusst den Sündenfall. Dass das weder weise noch klug ist, muss wohl nicht näher erläutert werden.
Manch einer mag es sich ganz am Anfang gedacht haben: Die fiktiv überzeichnete Figur aus dem ersten Teil (nach der Vorrede) [›Der wolkenlose Himmel‹], war ich selbst; eine Gestalt, die auf die Ewigkeit nach dem fleischlichen Ableben nicht hofft, sondern davon weiß und auf sie wartet – oder frei nach dem palliativen Motto:

›Leben ist Leben bis zuletzt.‹.

Als ein adventistischer Junge-Erde-Kreationist bin ich (ergo) allzeit bereit Abschied zu nehmen, da ich um die Nieder-/Wiederkunft (Jesu) weiß und den Tod nicht fürchte. Wobei das Fürchten naturgemäß den Tod nicht verdrängt, was die Sache aber auch nicht gut macht. Mit anderen Worten: Der Tod ist der notwendige Schritt hin zur Ewigkeit mit G’tt. Und exakt aus diesem Grund, bin ich stets frohen Mutes, womit der Satz [›Ich bin froh, dass jedes Leben endet.‹] nachvollziehbar im rechten Licht erscheinen sollte.
      
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