(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Schawuot, Nachtrag
Nachträge sind meistens erleuchtender als "Vorträge", wenn "Vorträge" Antonyme für "Nachträge" wären. Als Beispiel gilt hier, um pfingstlich zu bleiben, der Nachtrag zum Johannes-Evangelium, der doch meist zu kurz kommt. Und dennoch: Ohne diesen gäbe es wohl keinen "Kirchenvater Petrus", wenn ich das mal so ganz salopp formulieren darf. Man mag davon halten was man will, so steht es aber geschrieben. Mir persönlich, um die Notiz zu geben, hätte man auf die kleine Anekdote ruhig verzichten können. Ich sage das deswegen, weil ich es auch ohne die explizite "Wink-mit-dem-Zaunpfahl"-Erwähnung gerafft hätte. 
Schawuot und 40plus
Ich habe mal auf einem Kulturradiosender gehört, dass traditionell nur Juden männlichen Geschlechts und über 40 Jahren die Kabbala studieren dürf(t)en, im Sinne dass ihnen diese überhaupt zugänglich gemacht werden sollte. Ich habe mich damals ziemlich aufgeregt, wegen des Nachsatzes. Aber ich rege mich ohnehin oft auf, wenn ich Kulturradiosender höre, deswegen höre ich diese viel seltener als früher und versuche dagegen die Ruhe zu ertragen. Den Nachsatz erspare ich mir und jeden, nicht dass sich noch jemand aufregt. Heute ist auch gar kein Tag zum Aufregen, weil heute ist der 6. Siwan 5780 - oder: der 29. Mai 2020 [Tag der "Sprecheintrags"]
Schawuot, ›Warm-up‹
Mir erzählte mal eine Muse von einem ihrer Vorleben. Es sollte in Ägypten gewesen sein, und sie war eine Dienerin der Königin, so sagte sie es. Ich ließ sie reden und am Ende fragte sie mich, ob ich dazu auch was wüsste, so auf die Art, ob ich da auch war. Ich negierte das kurz und knapp mit kargem Wortlaut: "Kann ich nichts dazu sagen, ich war nie in Ägypten."  Das war nicht wirklich gelogen, aber es war auch nicht wirklich eine richtige Antwort. Ich wollte über düstere Trübsal schlicht und ergreifend nicht reden, vielmehr nicht darüber nachdenken, mich keinesfalls erinnern (müssen).