Ich fühle mich recht wohl in der Dunkelheit. Die Dunkelheit ist für mich wie ein Teil der - immer wieder gerne, und meist missbräuchlich (eher missverständlich), beschriebenen - Erleuchtung, ein immanent wichtiger Teil. Am Ende des Tunnels kommt immer das Licht. Wäre es anders, wäre es kein Tunnel, sondern eine Höhle im Berg mit einem Eingang, der gleichzeitig auch der Ausgang ist. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass nach jeder Nacht ein Tag folgt, weil in meiner Welt der Tag mit der Abenddämmerung anfängt und im Morgengrauen schon erwachsen ist. Jemand, der am Abend oder in der Nacht behauptet, er wäre erleuchtet und am Morgen nichts davon mehr weiß, der ist nicht mehr wert als der Pfaffe am Altar, der Wasser predigt und Wein säuft. Auf der anderen Seite, das muss ich doch hinten anstellen, kann sich Leben mit Sauerstoff auch nicht sonderlich gut entwickeln; Sauerstoff oxidiert halt Dinge recht flott. Und wenn die Erde immer schon eine Sauerstoffatmosphäre hatte, dann frage ich mich ernsthaft, wie das so gehen sollte, evolutionstechnisch betrachtet mit der Entwicklung der Arten. Ich glaube, ich wäre auf einen tierischen Irrweg, wenn ich mich das echt fragen würde.