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Kraut & Kohl & Gerüche
Wenn ich nicht nach Rudelstellungskonzept einen 3. Vorrangigen Bindehund hätte, würde ich kaum in den Genuss kommen mit Hunden auf deren eigene Art und Weise zu kommunizieren. So ist es meine tägliche Beschäftigung bevor ich mich zu Bette lege, aber es sind nicht meine Gedanken zur Nachtruhe.
Das nur als sogenannte Einführung vorab.
 
Meine Gedanken schwelgen dahingehend, dass es heute wahrscheinlich schneien wird. Und während dessen die meisten Leute im Bett liegen und davon nichts mitbekommen, ergehe ich mal wieder der große Ehre selbiges zu erfahren oder vielmehr zu erahnen. Zwar bin ich mir bei diesen Nord-Ost-Winden recht unschlüssig, doch die vereinzelten Flocken werden meine Annahme bestätigen und die Zweifel davon wischen. Selbst wenn mich keines der paar Flöckchen getroffen hätte, des schwarzen Hundes Fell hätte es mir gezeigt.
Es würde mich schwer wundern, denn es roch doch stark nach der mir so bekannte Schneeluft, aber nicht so intensiv, wie ich es gewohnt war aus früheren Zeiten.
Nun wie gesagt verwirrte mich der Wind.
Und so denke ich wird's morgen früh keine 10-cm-Neuschnee geben, nur ein bisschen Weiß aufs Grün.

Gerüche sind für mich sehr wichtig. Und wenn sie auch noch so übel sind, ich mag sie.
Eine kleine anekdotische Geschichte dazu aus meiner Ausbildungszeit, die nun auch schon 15 Jahre zurückliegt, quasi aus dem letzten Jahrtausend.

Etwas, was ich schon damals gerne verzehrte und so auch heute noch gelegentlich. Dieses Etwas bezog ich seinerzeit vom örtlichen Metzgerbetrieb. Dort kaufte ich mehrmals wöchentlich ein, also im Sinne dessen, dass ich als AZUBI dort von meinen KollegInnen, MitarbeiterInnen und auch LehrmeisterInnen in diesem Sinne sowohl als auch dem ein oder anderen frisch ausgelernten Beschäftigten hingeschickt wurde. Ich erwähne das daher, weil ich auch schon in diesen Tagen wie die alten Griechen streng vegetarisch speiste.

Und so verrichtete ich vom Kern meiner Einstellung entfremdet, aber artig und wohl auch hilfsbereit die Bodendienste des einfache Bürolehrlings.
Obs eine Ehre darstellt, gerade für einen Vegetarier, in eine Metzgerei hineinzutreten, dort, wo es von Gerüchen nur so wimmelt, die eine Fleißproduktion so mit sich bringt, sei dahingestellt. Ich jedoch vermochte nur die edelsten Düfte wahrgenommen zu haben, nämlich die derer der Gewürze, die zum Einsatz kamen, um das verkaufte Gut wohlriechend anzupreisen. Und den Schein solcher roch ich gerne, daher hatte ich auch niemals ein Problem mit sozusagen offener Nase in den Laden einzutreten.

Neben den gängigen Produkte bot der selbst-schlachtende Betrieb auch Pommes aus der Fritteuse an, die ich mir gerne vorbestellte, auch mit dem gewissen Gedanken im Hinterkopf, dass in der gleichen wohl auch ein paniertes Schnitzel seine letzten Sequenzen vor dem Gang auf ein Brötchen genommen haben dürfte.
Meine Leibspeise war aber stets das einfachste: eine Schüssel Krautsalat.

Und auch heute als (fruktarischer-fast-roh-)Veganer esse ich das nach wie vor gerne. Obgleich mein Augenmerk dann schon auf eine möglichst unbehandelte Variante mit möglichst keiner mir unbekannten Zutat geht. Ein Krautsalat mit Zusatzstoffen vermittelt mir rein auf geschmacklicher Basis nicht die Erinnerung an den von oben ungenannter Metzgerei erworbenen Salat frei von allen Unnatürlichkeiten einer Produktion, die z. B. auf lange Haltbarkeit und zwecks Preisfaktor gar günstig aufgebaut wurde. Frei nach dem Motto, dass ich das Esserlebnis in der Gesamtheit wahrnehmen möchte, halte ich das ohnehin für die nachhaltig "gesündeste" Ernährungsweise, auf die ein jeder Verbraucher achten sollte.

Soweit die Geschichte.

Kraut ist ein Thema, dass mich heute im Artikel beschäftigen wird. Denn Kraut ist m.E.u.W.n. das Urwüchsigste, was es hierzulande in der Ursprünglichkeit unkultiviert schon immer gab und geben wird.
Von daher sehe ich nichts Falsches darin, eben solches zu verzehren. Obs Weißkraut ist, obs Blaukraut, obs Blumenkohl ist ... oder obs die kleinen Röschen sind. Gerade eben die Rosenköhlchen verspeise ich sehr gern, i.d.R. sogar roh als Salat. Hier gilt für den Kohl nur der kurze Gang ins kalte Salzlakenwasser, um ihn für mich von dessen Bitterstoffen zu befreien. Normal sollte das auf natürliche Art eine Frostperiode tun, aber meist wird der Rosenkohl bereits vor dem ersten Frost geerntet, ganz einfach um den Verbraucher - der ihn ja eh kocht - diesen schon recht früh im Gemüseabteil des Ladens anzupreisen. Schon vor der Adventszeit hat es dort den Kohl zu geben.

Nun ja, aber man kann sich ja als Mensch helfen sowie das Spiel schulterzuckend annehmen, wenn man so wie ich zu einem Rohkostsalat ohne bitteren Nachgeschmack kommen mag. Es funktioniert, ich lebe noch, bestes Beweisstück.
(Selbstverständlich sollte man nicht zu viel dessen essen.)

Aber auch das ist nicht Gegenstand meiner Gedanken [Anm.: obgleichs der Titel/Tag ist], ich ziehe mich damit selbst in die falschen Richtung, schweife ab. Ich tue das meiner Lebtag gerne, werd's wohl auch nicht ändern können.
Wenn ich aber schon dabei bin, dann gilt der weiterführende Gedanken der Vorstellung, ob es denn tatsächlich richtig ist, dass Mensch mit einer gewissen Einstellung zum Essen - Stichwort: "Gaia- oder Bambi-Syndrom" - denn überhaupt was verkosten sollte. Denken wir an Zwiebeln, Kartoffeln oder eben den Rosenkohl. Schneidet man einen Zwiebel beispielsweise auf, so wert sie sich vor dem Verzehr und lässt uns gleichsam zum Weinen bringen, was wiederum nur eine Gegenmaßnahme unseres Körpers darstellt, der uns durch die Tränenbildung vor der Giftstoffen bewahrt.
Und auch Kartoffeln würde ich nie roh essen wollen, schon alleine aus Gaumengründen. Es ist nicht im Sinne des Erfinders gedacht.

Wie auch immer, Gerüche sind für mich sehr wichtig. Und gerade eben so wie heute auf meinen kleinen Streifzug mit den Hunden, bei dem meine Intention nur dahingehend galt, dass sie ihr kleines und im besten Fall auch großes Geschäft zu meiner Zufriedenheit und ihrer Erleichterung verrichteten.
Der Schneegeruch war ein schönes Beiwerk. Wer sich's nicht vorstellen kann, der konzentriert sich mal im Geiste an die Luft nach einem Regenerguss oder während dessen.

Ich zumindest mag diese Düfte, egal woher sie kommen. Was sie auch auslösen, und was sie auch in mir auszulösen vermögen. In Form von Erinnerung z. B. gehen sie ihren Weg durch meine Nasenhöhle direkt in meinen Cortex. Und auch meine Geschmacksknospen auf der Zunge machen vor ihnen nicht halt selbst bei geschlossenen Mund. Ich bin der Natur sodann mit bester Kleidung schutzlos ausgeliefert.
Und das ist auch gut so, denn ich mag sie.

Ich hoffe im Sinne aller, dass man sich auf solche Außeneinwirkungen innerlich frei machen kann. Ein Jeder darf sie aufnehmen, kann das tun, die Gerüche wahrnehmen, sie aufsaugen, assoziieren und genießen.

Jeder Moment, den man erlebt, wird in dieser Einzigartigkeit nicht nur vollkommmen sein, sondern auch nicht wieder vorkommen.
      
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